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(BMWi) - Vom 30.03.2020 bis 02.04.2020 führt die AHK Services Eastern Africa Ltd., im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise im Bereich Bergbau und Rohstoffe nach Äthiopien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Projektpartner ist Enviacon International GmbH.

Für Äthiopien wurden für 2019 reale Investitionssteigerungen von 7,0% prognostiziert und das Land weist seit Jahren stabile Wachstumsraten von durchschnittlich bis zu 10% p.a. auf. Mit dem Amtsantritt des neuen Premierministers Abiy Ahmed Ali im April 2018 erlebt Äthiopien weiterhin eine Phase der Zuversicht - das Land erhofft von ihm politische und wirtschaftliche Reformen und einen entsprechenden Aufschwung. Die ersten Entwicklungen wie bspw. der Friedensprozess mit Eritrea und Liberalisierungsprozesse von Wirtschaftssektoren sind beeindruckend.

Geschäftschancen wie z.B. die Vernetzung von Geschäftspartnern für die Distribution deutscher Produkte sowie auch die Möglichkeit des direkten Markteinstiegs ergeben sich für deutsche Unternehmen in Äthiopien im Bereich des Bergbaus und Rohstoffe, einem zunehmend wichtigen und besonders dynamisch wachsenden Markt in der ostafrikanischen Region. In 2017 wurde im Rahmen dieser BMWi-Markterschließungsinitiative bspw. bereits eine Geschäftsreise für deutsche Unternehmen nach Tansania durchgeführt, welche die erheblichen Potenziale in diesem Marktsegment für die Region deutlich werden ließen. Obwohl der Bergbausektor in Äthiopien reguliert ist, bleibt er dennoch relativ offen für Investoren aus dem In- und Ausland.

Während in den letzten Jahren vor allem lokale Firmen in Äthiopien tätig waren, steigt die Bedeutung westlicher Firmen und insbesondere qualitativer Produkte und Lösungen stark an. Für die deutschen Unternehmen bestehen Geschäftspotenziale in den Bereichen des Abbaus von Bodenschätzen wie Öl, Gold, Tantal, Edelsteinen, Niob, Kupfer, Nickel, Mangan, usw., der Lieferung von Bergbaumaschinen und –technologien, Beratungsdienstleistungen im Sektor und alle dazugehörigen Produkten und Dienstleistungen. Der sich derzeit schnell entwickelnde äthiopische Bergbausektor hat für deutsche Unternehmen erhebliches Potenzial, da das Know-How, die Planungskompetenzen sowie auch Technologien „Made in Germany“ für die Entwicklung des Bergbau- und Rohstoffsektors in Äthiopien extrem geschätzt werden.

Das fünftägige Programm umfasst eine Fachkonferenz, Briefings, individuelle Unternehmens- und Behördenbesuche sowie eine Netzwerkveranstaltung. So erhalten die deutschen Teilnehmer während der fachbezogenen Präsentationsveranstaltung branchen- bzw. themenspezifische Informationen zum Markt, wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen, konkrete Marktchancen, künftige Marktentwicklungen, technische und logistische Voraussetzungen und Verfahren, kulturspezifische Besonderheiten etc. aus erster Hand durch deutsche und einheimische Experten sowie Multiplikatoren. Den deutschen Unternehmen bietet sich vor allem die Möglichkeit, dem äthiopischen Fachpublikum in einer kurzen, auf das Wesentliche konzentrierten Präsentation, ihre Produkte, Dienstleistungen und mögliche Kooperationsfelder vorzustellen. Zudem werden für die Teilnehmer im Vorfeld abgestimmte Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Vertriebspartnern vor Ort, auch am Rande der Präsentationsveranstaltung, koordiniert und begleitet.

Zentrales Element der Geschäftsanbahnungsreise sind die individuell vorbereiteten Kontaktgespräche der deutschen Teilnehmer für eine gezielte Geschäftsanbahnung zu potenziellen äthiopischen Geschäftspartnern. Zur Vorbereitung der Reise wird den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt bereitgestellt.
Die Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister mit Geschäftsbetrieb in Deutschland aus den Bereichen Bergbau und Rohstoffe.

Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:

  • 500 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 2 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitern
  • 750 Euro (netto) für Teilnehmer mit weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitern
  • 1.000 Euro (netto) für Teilnehmer ab 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitern

Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmern selbst getragen.

Für alle Teilnehmer werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnahmeberechtigt sind mindestens acht und maximal zwölf deutsche, vorzugsweise kleine und mittlere Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.
Eine ausführliche Programmbeschreibung für die Reise ist über den Projektträger finden Sie unter www.kenia.ahk.de bzw. im Projketflyer.

Anmeldefrist ist der 31. Januar 2020.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.