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(BMWi) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert German Water Partnership e.V. (GWP) in Kooperation mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer Südliches Afrika (AHK) eine Informationsreise im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMWi für südafrikanische und namibische Entscheidungsträger, Einkäufer und Multiplikatoren aus Verwaltung und Wasserwirtschaft. Das Projekt wird innerhalb des BMWi-Marktschließungsprogramms für KMU durchgeführt.

Während der Reise informiert sich die südafrikanische und namibische Delegation über aktuelle Entwicklungen und Projekte im Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft in Deutschland. Bei der Informations- und Präsentationsveranstaltung am 04.05.2020 mit anschließendem Besuch des GWP-Gemeinschaftsstandes auf der Weltleitmesse IFAT in München knüpfen die Delegationsteilnehmer erste Kontakte zu innovativen deutschen Unternehmen. Diese Gespräche können im Anschluss sowie an den Folgetagen in individuellen B2B-Gesprächen auf der Messe intensiviert werden. Darüber hinaus besucht die Delegation an zwei Tagen Unternehmen und Referenzanlagen der Wasser- und Abwasserwirtschaft im Münchner Umland: Interessierte deutsche Unternehmen haben die Möglichkeit ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen vor Ort vorzuführen und mögliche Kooperationsfelder mit den südafrikanischen und namibischen Entscheidungsträgern zu eruieren.

Südafrika und Namibias Wassersektoren stehen vor großen Herausforderungen. In Südafrika ist die Infrastruktur sanierungsbedürftig, Niederschlag ist räumlich wie zeitlich ungleichmäßig verteilt und infolge des Klimawandels auch abnehmend. Südafrikas Wassersektor droht bis 2030 ein Wasserdefizit von 17%, gleichzeitig haben nur 64% der Haushalte Zugang zu einer zuverlässigen Wasserversorgung. Die Abwasser- und Wasseraufbereitungsanlagen sind zu etwa 56% bzw. 44% in schlechtem oder kritischem Zustand. Innovative Lösungen werden benötigt, um den südafrikanischen Wassersektor leistungsfähiger zu machen und die zukünftige Wasserversorgung sicherzustellen.

Auch im Nachbarland Namibia gibt es Probleme mit der Wasserversorgung. Auch wenn z.B. die Hauptstadt Windhuk bereits seit Jahrzehnten Abwasser zu Trinkwasser wiederaufbereitet, ist sie wie viele Städte des Landes auf alternative Wasserquellen angewiesen. Im Angesicht des Klimawandels und wachsenden Schwierigkeiten bei der nachhaltigen Verwaltung der Wasserressourcen setzt man auf Entsalzung und den Transport von Meerwasser ins Landesinnere. Effizienz im Verbrauch und der Ausbau alternativer Quellen müssen Fortschritte machen, um Wassermängeln vorzubeugen. Deutschen Unternehmen öffnet sich mit Namibia ein vielversprechender Markt, auf dem viele Akteure verhandlungssicher in der deutschen Sprache sind.

Die Teilnahme an diesem Programm ist für ausländische und deutsche Unternehmen kostenfrei. Es fallen lediglich die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten an.

Weitere Informationen finden Sie in dem Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.