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(BMWi) - Im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) führt bondacon international (BIBC) zusammen mit dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft, dem VDMA Mining, der Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten, der AHK Südafrika, dem Honorarkonsuln der Republik Malawi Dr. Heiko Meinhardt und AMENA Trade and Invest GmbH eine Informationsveranstaltung zu Geschäftschancen für deutsche Unternehmen und Anbieter im Bereich Bergbau und Rohstoffe in Malawi durch. Die Veranstaltung findet am 18.03.2020 in Stuttgart statt.

Malawi ist ein ausgeprägtes Agrarland. Außer Uran, Edelsteinen und Kohle werden bisher kaum mineralische Rohstoffe gefördert; jedoch wurden in jüngster Zeit signifikante Vorkommen entdeckt. Unter anderem werden im Malawisee Erdöl- und Erdgasvorkommen erschlossen. Die verarbeitende Industrie in den vier Städten (Blantyre, Lilongwe, Zomba und Mzuzu) ist klein. Das BIP beträgt geschätzte 7,07 Mrd. US-Dollar (2018), was einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von lediglich 389 US-Dollar entspricht. Damit ist Malawi eines der ärmsten Länder der Welt. Der Ausbau des Rohstoffsektors soll in den nächsten Jahren ein robusteres Wachstum befördern und Wohlstand schaffen.

Durch die Schaffung von Investitionsanreizen soll der Bergbausektor bis 2023 bis zu 20 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen. Der Bestand und die Zuwächse ausländischer Direktinvestitionen bergen im Vergleich zum Durchschnitt anderer Staaten noch großes Potential. Im Jahr 2017 betrug der Influx ausländischer Investitionen nur 277 Mio. USD. Für 2018 wird ein Wachstum des Bergbau- und Rohstoffsektors von 2,3% prognostiziert. Abgebaut werden vor allem Uran, Bauxit, Kohle und Kalkstein. Malawi hat zahlreiche Mineralien mit wirtschaftlichem Potenzial, darunter: Phosphate (Apatit), Bauxit, Kaolinit, Kohle, Zyanit, Kalksteine, Seltene Erden (einschließlich Strontianit und Monazit), Graphit, Sulfide (Pyrit und Pyrrhotit), Titanmineralien entlang des Ufers des Malawisees und Vermiculite. Die meisten dieser Mineralien wurden in der Vergangenheit entweder vom Malawi Geological Survey oder von privaten Unternehmen untersucht. Abgebaut wurden und werden bisher nur Phosphat, Kohle, Kalkstein und Uran. Der handwerkliche und kleintechnische Bergbau (ASM-Bergbau) in Malawi wird im Allgemeinen mit arbeitsintensiven Methoden für Kalkstein zur Kalkherstellung, Ton für Töpferwaren und Edelsteine durchgeführt. Hier bestehen erhebliche Modernisierungs- und Ausrüstungsbedarfe.Der Uranabbau ist mit steigendem Weltmarktpreis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, insbesondere durch die Kayelekera-Uranmine.

Ziel der Informationsveranstaltung ist es, den teilnehmenden Unternehmen einen Überblick über die Marktgegebenheiten und die Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit in den Bereichen Bergbau und Rohstoffe in Malawi zu vermitteln. Die Veranstaltung informiert interessierte Unternehmen ferner umfassend über Chancen und Herausforderungen des malawischen Marktes sowie aktuelle Projekte. Ausgewiesene Malawi-, bzw. Bergbau-Experten für die Region südliches Afrika präsentieren und diskutieren die Bergbau- und Rohstoffwirtschaft des Landes.

Die Informationsveranstaltung richtet sich an exportinteressierte oder auf neue Märkte bzw. Marktsegmente zielende kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Für Catering wird eine Verpflegungspauschale in Höhe von maximal 30 € einschließlich Mehrwertsteuer pro Person erhoben.

Weitere Informationen zum Thema Bergbau und Rohstoffe in Malawi sowie Details zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.