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(BMWi) - Ghana ist einer der attraktivsten Standorte für Investitionen in Westafrika. Unternehmen können sich über Chancen und Hürden informieren.

Am 28. November 2019 findet im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die 1. Gemischte Wirtschaftskommission (GWK) mit Ghana statt. Die Gemischte Wirtschaftskommission wird vom parlamentarischen Staatssekretär Thomas Bareiß geleitet. Er erwartet eine hochrangige Delegation aus Ghana unter der Leitung des ghanaischen Ministers für Handel und Industrie Herrn Hon. Alan Kyerematen.

Hintergrund ist das steigende Interesse deutscher Firmen an Ghana. So haben in den letzten Jahren einige deutsche Unternehmen neue Vertriebsniederlassungen in der Hauptstadt Accra gegründet. Ghana punktet vor allem mit seiner politischen Stabilität in einer ansonsten eher instabilen Region. Beobachter rechnen damit, dass das auch nach den im Dezember 2020 anstehenden Präsidentschaftswahlen so bleiben wird. Dem amtierenden Präsidenten Nana Akufo-Addo werden gute Chancen auf einen weiteren Wahlgewinn eingeräumt.

Aktuell ist das ghanaische Wachstum zwar gebremst, dennoch sind die wirtschaftlichen Aussichten mittelfristig positiv. Für das Jahr 2019 erwartet die Economist Intelligence Unit (EIU) eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um etwa 6,5 Prozent. Im Jahr 2020 rechnen die Analysten mit einer Steigerungsrate von 5,6 Prozent. Das Wachstum basiert zu großen Teilen auf den Investitionen der Ölindustrie vor der Atlantikküste. Ein weiterer wichtiger Devisenbringer ist der Goldbergbau, der allerdings seit 2014 wenig Dynamik zeigt. Auf die Stimmung der Wirtschaft drückt die hohe Staatsverschuldung, die zuletzt einherging mit rückläufigen staatlichen Investitionen und einem stetigen Wertverlust der lokalen Währung Ghana-Cedi (GHc).Dennoch wird es vor allem im Ausbau der Infrastruktur, im Energiesektor und in der Konsumgüterindustrie, etwa der Lebensmittelverarbeitung, in Zukunft gute Zulieferchancen geben.

Im Rahmen der Gemischten Wirtschaftskommission können deutsche Unternehmen mit Regierungsvertretern beider Länder die Möglichkeiten des Marktes ausloten, aber auch über Hemmnisse und Probleme diskutieren. Drei Fachpanels beleuchten verschiedene Aspekte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Ghana: Im ersten Panel stellt die ghanaische Delegation Ghana als Investitionsstandort vor. Das zweite Panel gibt einen Einblick in verschiedene Branchen, in denen deutsche Unternehmen in Ghana tätig sind. Im dritten Panel werden Finanzierungsmöglichkeiten und Geschäftschancen in Ghana diskutiert.

Am Rande der Gemischten Wirtschaftskommission können sich die Teilnehmer an Ständen über Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote der Bundesregierung informieren.

Weitere Informationen zu Wirtschaftslage, Branchen, Geschäftspraxis, Recht, Zoll, Ausschreibungen und Entwicklungsprojekten in Ghana können Sie unter http://www.gtai.de/ghana abrufen.

Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.bmwi-registrierung.de/GWK-Ghana/default.aspx?link=m2629