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(BMWi) - Vom 10.-13. Februar 2020 führt SBS systems for business solutions, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Äthiopien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Im Vorfeld der Reise erhalten die Teilnehmer spezifische Kompaktinformationen zur Branchen- und Marktsituation, zu rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen und Einfuhrbestimmungen. In Mek’ele & Addis Abeba werden sie ihre Produkte einem ausgewählten Fachpublikum präsentieren. Individuell vereinbarte Geschäftstermine mit lokalen Unternehmensvertretern und hochrangigen Vertretern von Fachverbänden sowie Firmenbesuche schaffen die Grundlage für neue Kooperationen und ermöglichen zukünftige Auftragsakquisition.

Äthiopien ist auf dem Weg, sich als neues Zentrum für die internationale Textil- und Bekleidungsindustrie zu etablieren. Dabei gerät das Land zunehmend in den Blick westlicher Einkäufer, während asiatische und türkische Firmen investieren, um von den günstigen Produktionskosten zu profitieren. Schon bald sollen Exporte von mehr als 1 Milliarde US$ realisiert werden, ein höchst ehrgeiziges Ziel. Die äthiopische Regierung beabsichtigt außerdem, mit dem Textil- und Bekleidungssektor die Leichtindustrie zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Diversifizierung der nationalen Wirtschaft voranzutreiben. Geplant ist, die Branche bis 2025 um 350.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu vergrößern. In den letzten Jahren ist der Textil- und Bekleidungssektor mit mehr als 65 registrierten internationalen Investitionsvorhaben im Land um durchschnittlich 51 Prozent gewachsen. Spezielle Anreize wie zollfreie Importe, die Errichtung von Gewerbegebieten im ganzen Land und Investitionen in die Energieversorgung haben in nur wenigen Jahren zu einem Anstieg ausländischer Direktinvestitionen um 46 Prozent geführt. In Äthiopien wird zwar der Großteil der Baumwolle noch importiert, geplant ist aber, dass der Rohstoff vermehrt in Äthiopien produziert werden soll, sodass die ganze Liefer- und Produktionskette vor Ort ist.

Diese Geschäftsanbahnungsreise ist für die deutschen Unternehmen eine sehr gute Gelegenheit potentielle Kunden im aufstrebenden Markt Äthiopienkennenzulernen und neue Geschäftsmöglichkeiten im äthiopischen Textilsektor wahrzunehmen.

Durchgeführt wird die Geschäftsanbahnung vom Projektträger SBS in Zusammen¬arbeit mit Agathon Consulting und der GIZ. Fachliche Unterstützung und Begleitung erfolgt durch den Fachverband Textilmaschinen des VDMA. Das Angebot richtet sich vorwiegend an kleine und mittlere deutsche Unter-nehmen, Selbständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleister. Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil zur Teilnahme beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 Euro netto zzgl. individueller Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Die Anmeldung wird erbeten bis zum 31. Oktober 2019.

Weitere Informationen zur Geschäftsanbahnung Äthiopien und zur Anmeldung unter www.german-tech.org oder im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.