Bergbau und Rohstoffe

Die Republik Kongo ist mit einer Produktion von 330.000 Barrel pro Tag (2019) der sechstgrößte Erdölproduzent Afrikas. Das zentralafrikanische Land verfügt außerdem über Vorkommen von Eisen- und Kupfererze, Gold, Diamanten, Phosphat, Bauxit und Kalisalz. Die Förderung von Eisenerz stand besonders im Fokus. Allerdings haben mehrere westliche Unternehmen ihre angekündigten Investitionen nicht umgesetzt, weshalb sie teilweise ihre Konzessionen verloren haben. Diese wurden wiederum neu an chinesische Unternehmen vergeben, die wenig Erfahrung im Bergbau haben. Das führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen und Unsicherheit bei Investoren. Grundsätzlich bietet der Bergbau Chancen für deutsche Zulieferer aus Maschinenbau, Automatisierungs- und Umwelttechnologie.

Landwirtschaft

Nur ein Bruchteil der möglichen Anbauflächen wird genutzt, vor allem für Subsistenzlandwirtschaft. Der Agrarsektor ist aktuell unterentwickelt und ist ein Schlüsselsektor für die Diversifizierung der Wirtschaft.

Die Forstwirtschaft gewinnt an Bedeutung, gerade auch für den Export. Zuletzt hat der Kongo einen Kredit im Rahmen der "Central Africa Forestry Initiative" erhalten, um die Transparenz bei den Einnahmen zu erhöhen und die Kommunen stärker einzubinden. Außerdem soll die lokale Weiterverarbeitung gesteigert werden.

Tourismus

Das Land hat durch seine Lage im tropischen Zentralafrika und die geringe Bevölkerung Potenzial für naturnahen Tourismus. In mehreren Nationalparks sind unter anderem Flachlandgorillas und Waldelefanten zu beobachten. 

Transport und Logistik

Der Transport- und Logistiksektor ist bereits ein wichtiger Sektor, kann aber noch stark verbessert werden. Die Infrastruktur bedarf weiterer Investitionen. Derzeit hat das Land nur rund 3.000 Kilometer befestigte Straßen.