(GTAI) - Der Internationale Zuckerverband (ISO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwarten, dass die jährliche Zuckerproduktion in Afrika bis 2029 auf 15,8 Millionen Tonnen steigen wird. Im Jahr 2020 waren es 11,3 Millionen Tonnen. Der Rohstoff ist vor allem für den Ausbau der Nahrungsmittelverarbeitung auf dem Kontinent von großer Bedeutung. ISA und FAO rechnen im Zuge des Ausbaus mit steigenden Investitionen in Agrartechnik, sowie in Maschinen und Anlagen zur Zuckerherstellung.

Besonders in Subsahara-Afrika wird die Zuckerindustrie einen Wachstumsschub erfahren. "Eine Zuckerfabrik gibt einer ganzen Region einen großen Entwicklungsschub“, sagt Branchenexperte Peter De Klerk von ISO. Viele Länder Afrikas müssen Zucker noch immer zumindest teilweise vom Weltmarkt importieren. Die eigene Produktion kann den Bedarf für die Konservierung von Lebensmitteln oder die Herstellung von Getränken oft noch nicht decken. Auch das Bevölkerungswachstum in Afrika wird die Nachfrage nach dem Süßstoff steigen lassen. 

Eine erfolgreiche Zuckerindustrie hat sich auf dem Kontinent bislang vor allem in Südafrika, Ägypten, dem Königreich Eswatini, Marokko, Uganda, Sudan und Kenia entwickelt. In anderen Ländern existieren oft staatliche Zuckerraffinerien, deren Produktivität und Transparenz teilweise zu wünschen übriglassen. In Teilen Afrikas ist Zucker aufgrund der Preisunterschiede zwischen den Ländern noch immer ein beliebtes Schmuggelgut. 

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