Das Länderprofil wurde zuletzt im Januar 2021 aktualisiert.

Dschibutis Wirtschaft wächst im Regionalvergleich eher langsam. Doch dank seines modernen Tiefwasserhafens konnte sich das Land als wichtiger Transit- und Umladeplatz in Ostafrika etablieren, insbesondere für Äthiopien. 16 Prozent der lokalen Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Laut Internationalem Währungsfonds ist der Grund für die anhaltende Armut die fehlende Diversifizierung der Wirtschaft. In den vergangenen Jahren verzeichnete Dschibuti einen starken Anstieg an ausländischen Direktinvestitionen, vor allem aus China und den Golfstaaten. Dies wirkt sich positiv auf das Wirtschaftswachstum aus, jedoch ohne die Bevölkerung daran teilhaben zu lassen.


Hinweis

Die Partner des Wirtschaftsnetzwerk Afrika bieten deutschen Unternehmen Informationen zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie in Afrika.


Daten und Fakten

GTAI

Der Africa Business Guide liefert Ihnen mit den TOP 10 der wichtigsten Wirtschaftsdaten einen ersten Länderüberblick zu Djibouti.


Offizieller Name: Republik Dschibuti

Hauptstadt: Dschibuti

Geschäftssprache: Französisch, Arabisch

Einwohner: ca. 1 Million (2020*)

Durchschnittsalter: 24 Jahre*

Bevölkerungswachstum: 1,5% (2020*)

Währung & Wechselkurs Dschibuti-Franc (FD), 1 Euro = 204 FD (Jahresdurchschnittskurs 2019)

BIP pro Kopf: 3.103 US$ (2019)*

BIP-Wachstum: 7,5% (2019*)

Ausländische Direktinvestitionen: 1,76 Milliarden US$ (2019*)

Deutsche Einfuhren: rd. 400.000 Euro (2019*)

Deutsche Ausfuhren: 16,7 Millionen Euro (2019*)

Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter (2019*; in % der Gesamtausfuhr):

  1. Kfz und -Teile 35.4%
  2. Chemische Erzeugnisse 25,6%
  3. Maschinen 14,4%
  4. Elektrotechnik 5,9%
  5. Nahrungsmittel 4,7%

*Prognose/Schätzung

Expertenstimme zu Dschibuti

Carsten Ehlers, GTAI Korrespondent für Ostafrika

Afrika-Experte Carsten Ehlers

Afrika-Experte Carsten Ehlers

Dschibuti blickt wieder etwas optimistischer in das Jahr 2021, nachdem die Wirtschaft im Jahr 2020 hart von der Pandemie getroffen wurde. Dabei hofft das kleine Transitland mit dem bedeutenden Hafen nicht nur auf ein Ende der Pandemie sondern auch auf eine Beruhigung der politischen Lage in Äthiopien. Für den großen Nachbarn wickelt Dschibuti nahezu den kompletten Warenverkehr ab.“


SWOT-Analyse

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Dschibutis als Wirtschaftsstandort: Eine Orientierungshilfe.

S (Strengths | Stärken)

  • Strategisch gute Lage am Golf von Aden
  • Leistungsfähiger Hafen
  • Haupttransitland für Äthiopien
  • Wichtiger Marinestützpunkt
  • Politische Stabilität


W (Weaknesses | Schwächen)

  • Hohe Arbeitslosigkeit und schlecht ausgebildete Bevölkerung
  • Armut, schwache soziale Infrastruktur
  • Autoritäres Regime, mit wenig Interesse am Gemeinwohl
  • Mangelhafte Rechtsstaatlichkeit
  • Vetternwirtschaft und Korruption

O (Opportunities | Chancen)

  • Ausbau zum regionalen Hub
  • Maritime Dienstleistungen

T (Threats | Risiken)

  • Abhängigkeit von ausländischen Partnern und Importen
  • Nur wenige Wirtschaftssektoren
  • Instabile Nachbarländer
  • Soziales Unruhepotenzial

Potenzialbranchen

Bauwirtschaft

Gips, Klinker und Zement sind vorhanden, werden aber kaum abgebaut. Auch Vulkangesteine dienen als Baustoff sowie als Zuschlagstoff beim Straßenbau.

Dienstleistungen

Dschibuti will sich zu einem regionalen Dienstleistungszentrum für die Bereiche Transport (Häfen, stationiertes ausländisches Militär, Luftverkehr und Logistik), Finanzwirtschaft und Telekommunikation sowie für die Tourismusindustrie entwickeln.

Energiewirtschaft

Wirtschaftliches Potenzial bieten Erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Wind und Geothermie. Als erstes Land Afrikas möchte Dschibuti zukünftig 100 Prozent seines Energiebedarfs durch Erneuerbare Energien decken.

Marktzugang

Germany Trade & Invest informiert über alle Themen des Marktzugangs in Dschibuti. 

Rechtlicher Rahmen und Einfuhrbestimmungen

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

Bei Germany Trade & Invest finden Sie aktuelle 

Beratung und Unterstützung für Ihr Dschibuti-Geschäft