Die Republik Burundi ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Sie gehört zu den ärmsten und am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Eine schwierige Sicherheitslage hat das Investitionsklima lange getrübt.

Rund drei Viertel der burundischen Bevölkerung lebt in Armut, 90 Prozent betreiben Subsistenzlandwirtschaft. Abgesehen von der Verarbeitung von Agrarexporten, insbesondere Kaffee und Tee, gibt es wenig Industrie. Krisen und Konflikte trüben das Geschäftsklima, auch bei der Erschließung von Bodenschätzen wie Kobalt, Nickel, Uran und Gold.

Burundi erlebt seit 2020 eine Stabilisierung seiner politischen Situation. Das Land durchläuft seit Jahren eine Phase wirtschaftlicher Stagnation und steht damit im krassen Gegensatz zu seinem erfolgreichen nördlichen Nachbarn Ruanda.

Liefer- und Investitionschancen könnten im Falle einer anhaltend positiven politischen Entwicklung wieder zunehmen. So wird mit steigenden Aktivitäten internationaler Geberorganisationen, wie der Weltbank, Afrikanischer Entwicklungsbank, EU aber auch bilateraler Geber, in den kommenden Jahren im Infrastrukturbereich gerechnet. Der Ausbau und die Modernisierung sind dringend notwendig.

Das Länderprofil wurde zuletzt im Februar 2023 aktualisiert.

Daten und Fakten Burundi

SWOT-Analyse

S

Strengths Stärken

  • Gutes Klima für Landwirtschaft und Tourismus
  • Rohstoffvorkommen zum Beispiel von Seltenen Erden und Nickel
  • Seit 2020 wieder leicht verbesserte Position bei internationalen Gebern; steigende Kapitalzuschüsse aus dem Ausland
  • Mitglied der Zollunion East African Community (EAC)
W

Weaknesses Schwächen

  • Geringe Marktgröße mit etwa 13,3 Millionen Einwohnern (2023)
  • Armut beziehungsweise geringe Kaufkraft (Das Pro-Kopf-Einkommen für 2023 lag bei 249 US-Dollar im Jahr)
  • Binnenlage schafft Abhängigkeit beim Seetransport von ausländischen Transportkorridoren und verteuert Handel
  • Als einziges frankofones Land in der EAC besteht gewisse Isolierung


O

Opportunities Chancen

  • Infrastruktur: Steigende Geberhilfen dürften neue Projekte anstoßen; Chancen für Zulieferer und Berater    
  • Industrie und Landwirtschaft: Zulieferchancen dürften zunehmen, auch dank EAC-Beitritt der Demokratischen Republik Kongo
  • Bergbau: ausländische Minengesellschaften interessieren sich für Konzessionen; mittelfristig Zulieferchancen möglich
T

Threats Risiken

  • Devisenknappheit
  • Staatliche Einflussnahme verringert Investitionssicherheit
  • Soziale und politische Instabilität


Marktzugang

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zoll- und Einfuhrregelungen

Bei der Einfuhr von Waren nach Burundi sind eine Vielzahl von Vorschriften und Regeln zu beachten. Die frühzeitige Information über Einfuhrverfahren, zu zahlende Abgaben und mögliche Verbote und Beschränkungen hilft, Verzögerungen an der Grenze und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Burundi sind einige bilaterale und multilaterale Geber aktiv. Vor allem die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank finanzieren Vorhaben der öffentlichen Hand. Aus diesen geberfinanzierten Projekten resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

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Unterstützung beim Markteinstieg in Burundi

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika und weitere Institutionen der Außenwirtschaftsförderung bieten verschiedene Maßnahmen in ausgewählten Branchen an, um deutschen Unternehmen die Erschließung des Zielmarktes Burundi zu erleichtern.

Beratungsgutscheine Afrika

Das BMWK unterstützt den Markteinstieg deutscher KMU in Afrika. Unternehmen erhalten bis zu 75 Prozent der Kosten für maximal 15 Beratungstage.

Investitionsgarantien des Bundes Neues Fenster zu "Investitionsgarantien des Bundes".

Die Investitionsgarantien sichern Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Burundi gegen politische Risiken ab und unterstützten Projekte vor Ort.

Export­kredit­versicherungen für Privatwirtschaft Neues Fenster zu "Export­kredit­versicherungen für Privatwirtschaft".

Die Hermesdeckungen schützen Exporteure und Banken bei Geschäften mit burundischen Handelspartnern vor wirtschaftlich und politisch bedingten Zahlungsausfällen.

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