Die am Äquator gelegene Republik Burundi gehört zu den ärmsten und am dichtesten besiedelten Staaten der Welt.

Burundi erlebt seit 2020 eine Stabilisierung seiner politischen Situation. Das Land durchläuft seit Jahren eine Phase wirtschaftlicher Stagnation und steht damit im krassen Gegensatz zu seinem erfolgreichen nördlichen Nachbarn Ruanda. 

Liefer- und Investitionschancen könnten im Falle einer anhaltend positiven politischen Entwicklung wieder zunehmen. So wird mit steigenden Aktivitäten internationaler Geberorganisationen, wie der Weltbank, Afrikanischer Entwicklungsbank, EU aber auch bilateraler Geber in den kommenden Jahren im Infrastrukturbereich gerechnet. Der Ausbau und die Modernisierung sind dringend notwendig.

Das Länderprofil wurde zuletzt im Mai 2022 aktualisiert.


Daten und Fakten Burundi

SWOT-Analyse

S

Strengths Stärken

  • Gutes Klima für Landwirtschaft und Tourismus
  • Rohstoffvorkommen: Seltene Erden und Nickel
  • verbesserter Ruf bei der internationalen Geberorganisationen; hohe Kapitalzuschüsse aus dem Ausland
  • Mitglied der Zollunion East African Community (EAC)
W

Weaknesses Schwächen

  • Geringe Marktgröße 
  • Armut bzw. geringe Kaufkraft (Pro-Kopf-Einkommen für 2021): 261 US$
  • Binnenlage schafft Abhängigkeit beim Seetransport von ausländischen Transportkorridoren und verteuert Handel
  • Hohe Bevölkerungsdichte und hohes Bevölkerungswachstum
  • Einziges frankofones Land in der EAC sorgt für gewisse Isolierung
O

Opportunities Chancen

  • Verbesserte Konjunkturaussichten
  • Zunehmende Geberprojekte im Infrastrukturbereich; Chancen für Zulieferer, Berater und Investoren
  • Industrie und Landwirtschaft dürften expandieren, dank EAC-Beitritt des Kongo (Dem.); Zulieferchancen
T

Threats Risiken

  • Devisenknappheit
  • Staatliche Einflussnahme verringert Sicherheit von Investitionen
  • Soziale und politische Instabilität

Potenzialbranchen

Bergbau


Bislang werden nur geringe Mengen an Gold und Kassiterit abgebaut. Bedeutende Uran-, Nickel- und Torfvorkommen werden vermutet, wurden wirtschaftlich aber noch nicht genutzt.

Landwirtschaft

Hauptsächlich Subsistenzanbau mit geringer Produktivität. Zu den Hauptanbauprodukten zählen Bananen, Maniok, Mais, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Reis. Einzig Kaffee und Tee werden für den Export angebaut. Nahrungsmittel und Maschinen müssen hingegen importiert werden.

Tourismus

Die Regierung bemüht sich, das Land als Reiseziel zu vermarkten. Doch bleiben infrastrukturelle Mängel sowie politische Instabilität bestehen.

Marktzugang

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zoll- und Einfuhrregelungen

Bei der Einfuhr von Waren nach Burundi sind eine Vielzahl von Vorschriften und Regeln zu beachten. Die frühzeitige Information über Einfuhrverfahren, zu zahlende Abgaben und mögliche Verbote und Beschränkungen hilft, Verzögerungen an der Grenze und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Burundi sind einige bilaterale und multilaterale Geber aktiv. Vor allem die Weltbank finanziert Vorhaben der öffentlichen Hand. Aus diesen geberfinanzierten Projekten resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

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