(ABG) - Milliarden für Südafrikas Zukunft – und Deutschland mischt gezielt mit. Auf der jüngsten Presidential Investment Conference sagten Investoren Projekte im Umfang von 21,6  Milliarden Euro zu. Während vier der fünf größten Einzelinvestitionen aus dem Inland stammten, unterstrichen internationale Zusagen erneut das anhaltende Interesse aus Europa, den BRICS‑Staaten und den USA – insbesondere in zukunftsorientierten Sektoren.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) setzte Deutschland mit vier Vorhaben über rund 145 Millionen Euro klare industriepolitische Signale – insbesondere in Verteidigung, Logistik und industrieller Ausrüstung. Den größten Beitrag leistete Rheinmetall Denel Munition, ein deutsch‑südafrikanisches Joint Venture und wichtiger Zulieferer für Munitions‑ und Rüstungstechnologie, mit einer Investition von 130 Millionen Euro in den Ausbau von Produktionskapazitäten in mehreren Provinzen. 

Das Logistikunternehmen DHL kündigte Mittel zur Stärkung von Transport‑ und Logistikstrukturen in Gauteng an. Siemens plant zusätzliche Aktivitäten im Bereich energie‑ und industriebezogener Ausrüstung, während BASF Investitionen in die Chemie‑ und Verpackungsindustrie in der Provinz KwaZulu‑Natal bestätigte.

Insgesamt sagten EU‑Investoren rund 1,8 Milliarden Euro zu. Zu den größten europäischen Einzelprojekten zählten die Investitionen von Enel Green Power in erneuerbare Energien, umfangreiche Multi‑Sektor‑Zusagen von Mitgliedern der französischen Handelskammer sowie weitere Projekte in Nahrungsmittelverarbeitung, industrieller Fertigung und unternehmensnahen Dienstleistungen. 

Die BRICS‑Staaten kündigten Investitionen von umgerechnet 1,4  Milliarden Euro an, angeführt von China mit etwa 411 Millionen Euro, vor allem in den Bereichen Automobilproduktion, Bergbau und Wertschöpfung.

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