(ABG) - Der anhaltende Krieg im Nahen Osten belastet zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung afrikanischer Staaten. Obwohl die Straße von Hormus seit April 2026 wieder offiziell geöffnet ist, behindern Sicherheitsrisiken weiterhin den Schiffsverkehr. Die Folge sind steigende Energiepreise und wachsende Unsicherheiten an den Märkten. Internationale Organisationen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds haben ihre Wachstumsprognosen für Afrika im laufenden Jahr daher nach unten korrigiert.

Besonders in Subsahara-Afrika trübt sich der Ausblick ein. Die Weltbank erwartet für die Region 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent. Höhere Kosten für Öl, Gas und Transporte belasten den Konsum und Investitionen vor allem in importabhängigen Staaten. Steigende Preise für Nahrungsmittel und Treibstoffe schränken die Kaufkraft weiter ein.

In Nordafrika fallen die Auswirkungen differenziert aus. Länder mit eigener Energieverarbeitung wie Ägypten und Algerien gelten als widerstandsfähiger, während Importländer wie Marokko und Tunesien stark unter höheren Energiepreisen leiden. Rohölexporteure profitieren teilweise von gestiegenen Weltmarktpreisen. Insgesamt verschlechtert sich das wirtschaftliche Umfeld und dämpft auch die Erwartungen internationaler Investoren.

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