(GTAI) - Ägypten hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Absichtserklärungen für riesige Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff unterzeichnet, doch nur wenige Vorhaben kommen tatsächlich voran. Die Regierung reagiert nun auf die weltweiten Umsetzungsprobleme von Megaprojekten und setzt stärker auf kleinere, realisierbare Anlagen sowie auf eine frühzeitige Klärung der Abnahme. 

Projekte mit bestehenden Infrastrukturen oder gesicherten Abnahmeverträgen – etwa von Fertiglobe oder Mopco – sind am weitesten fortgeschritten. Insgesamt stehen über 30 Projekte in der Pipeline, doch viele befinden sich noch in frühen Planungsphasen.

Zunehmend rückt die lokale Nutzung des produzierten Wasserstoffs oder Ammoniaks in den Fokus, um Transportkosten und -verluste zu vermeiden. Besonders attraktiv ist der Einsatz als Schiffstreibstoff im Umfeld des Suezkanals sowie in der ägyptischen Düngemittel-, Stahl- und Zementindustrie, die durch grünen Wasserstoff ihre CO2-Emissionen senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber europäischen CBAM‑Regeln sichern könnten.

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