(ABG) - Algerien arbeitet daran, seine starke Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten zu reduzieren und neue Industriezweige zu entwickeln. Die Regierung hat dafür mehrere Reformen angestoßen, darunter ein Investitionsgesetz mit umfangreichen Steuererleichterungen sowie die Abschaffung des Joint-Venture-Zwangs in vielen Bereichen. 

Gleichzeitig entstehen neue Projekte in der Solarenergie, der Automobilmontage und der Nahrungsmittelproduktion. Der große Binnenmarkt und die Nähe zu Europa gelten als zusätzliche Standortvorteile.

Trotz dieser Fortschritte bleibt das Investitionsklima anspruchsvoll. Unternehmen berichten von komplexen Verwaltungsabläufen und häufig wechselnden Regeln, die Planungssicherheit erschweren. Auch die EU kritisiert bestehende Handelsbeschränkungen und hat ein Streitbeilegungsverfahren eingeleitet. 

Während Investitionen aus China und der Türkei zunehmen, agieren europäische Firmen weiterhin vorsichtig. Für deutsche Unternehmen bietet der Markt dennoch Potenzial – vorausgesetzt, sie bringen Geduld mit und passen sich den lokalen Rahmenbedingungen an.

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