(ABG) - Botsuanas Diamantenriese Debswana, ein Joint Venture der botsuanischen Regierung und des Bergbaukonzerns De Beers, will die Diamantenförderung im Land 2026 um rund ein Fünftel auf 18 Millionen Karat steigern. Parallel dazu wollen die Regierung und De Beers mit dem neu geschaffenen „Diamonds for Development Fund“ die wirtschaftliche Diversifizierung des Landes vorantreiben. Der Fonds soll Investitionen in neue Wirtschaftsbereiche fördern und damit die hohe Abhängigkeit Botsuanas vom Diamantensektor verringern. Zum Vorsitzenden wurde Akinwumi Adesina, ehemaliger Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, ernannt. De Beers unterstützt die Initiative mit einer Vorabinvestition von 1 Milliarde Botswana-Pula (74,4 Millionen US-Dollar).
Die Pläne werden von einer vorsichtigen Erholung des globalen Diamantenmarktes gestützt. Eine leicht steigende Nachfrage aus wichtigen Absatzmärkten wie den USA und China sorgt in Botsuana für Zuversicht. Der Sektor bleibt von zentraler Bedeutung für die Volkswirtschaft und generiert in der Regel rund ein Drittel der Staatseinnahmen sowie 70 Prozent der Exporte.
Die Erholung steht jedoch auf unsicherem Fundament. Belastend wirken die schwache Weltkonjunktur, der zunehmende Wettbewerb durch Labordiamanten sowie die US-Handelspolitik. Vor allem Zölle auf Indien, wo der Großteil der weltweit geförderten Diamanten geschliffen und poliert wird, könnten die Wertschöpfungskette zusätzlich unter Druck setzen.
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