(GTAI) - Der deutsche Außenhandel mit Afrika ist im Jahr 2025 um 10,5 Prozent auf 63,4 Milliarden Euro gestiegen. Die deutschen Exporte nach Afrika legten um 8 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro zu. Bei den Importen war der Zuwachs stärker: Die Einfuhr von Waren aus Afrika stieg um 12,5 Prozent auf 35 Milliarden Euro. 

Der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt auf dem Kontinent ist nach wie vor die Republik Südafrika, wohin deutsche Firmen Waren im Wert von 9,1 Milliarden Euro exportierten. Der Anteil Südafrikas an den gesamten deutschen Exporten nach Afrika lag damit bei 32,2 Prozentpunkten. Traditionell stark ist der Automobilsektor im deutsch-südafrikanischen Außenhandel. 

Der zweitwichtigste Absatzmarkt liegt in Ägypten mit einem Plus von 12,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Nach Marokko konnten die deutschen Unternehmen ihre Exporte ebenfalls um 12 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro steigern. Mit Algerien und Tunesien auf den nachfolgenden Rängen bleibt Nordafrika die wichtigste Absatzregion für deutsche Produkte auf dem Kontinent. 

Besonders positiv entwickelten sich die Exporte nach Westafrika mit einem Plus von 24,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Der größte Zielmarkt dort ist Nigeria, wohin die Ausfuhren um 21,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert werden konnten. In der Region folgen Côte d’Ivoire mit 409 Millionen Euro (+ 13,8 Prozent) und Ghana mit 372 Millionen Euro (+ 23,9 Prozent). 

In Ostafrika sind Kenia und Tansania die wichtigsten deutschen Exportmärkte. Während die Ausfuhren nach Kenia um 9,4 Prozent auf 279 Millionen Euro zunahmen, exportierten deutsche Unternehmen nach Tansania nur noch Waren im Wert von 241 Millionen Euro und damit 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr.
 

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