(ABG) - Auf dem African Green Hydrogen Summit am 15. und 16. September in Kapstadt hat "Team Europe" zwei neue Global-Gateway-Projekte im Gesamtwert von 57,8 Millionen Euro zur Förderung der grünen Wasserstoffwirtschaft und industriellen Wertschöpfung in Südafrika vorgestellt. Die Vorhaben werden gemeinsam von der Europäischen Union, Deutschland, Dänemark und den Niederlanden finanziert und von GIZ und der Entwicklungsbank KfW mit südafrikanischen Partnerinstitutionen umgesetzt.
Das größere Programm im Umfang von 37,3 Millionen Euro unterstützt gemeinsam mit dem südafrikanischen Ministerium für Elektrizität und Energie den Aufbau von Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff, Batterien sowie kritische Rohstoffe und verarbeitete Mineralien. Geplant sind unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen, zur Investitionsförderung, zur Stärkung von Forschung und Entwicklung sowie zum Aufbau lokaler Fachkräfte. Im Fokus stehen insbesondere die Provinzen Northern Cape, Limpopo und Mpumalanga, die als künftige Zentren der Wasserstoffwirtschaft gelten.
Weitere 20,5 Millionen Euro stellen die EU und die KfW-Entwicklungsbank der Development Bank of Southern Africa (DBSA) zur Verfügung. Die Mittel sollen über Zuschüsse, Eigenkapital und vergünstigte Finanzierungsinstrumente zusätzliche öffentliche und private Investitionen in Wasserstoff- und Power-to-X-Projekte mobilisieren und Finanzierungshürden für Projektentwickler senken.
Die Projekte sind Teil des Global-Gateway-Investitionspakets von Team Europe für Südafrika, das eine gerechte Energiewende, die Dekarbonisierung der Industrie sowie die Schaffung lokaler Wertschöpfung und Arbeitsplätze unterstützen soll. Die EU sieht Südafrika aufgrund seiner großen Potenziale bei erneuerbaren Energien und seiner bedeutenden Rohstoffvorkommen als einen strategischen Partner beim Aufbau internationaler Wasserstoff- und Batterielieferketten.
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