(GTAI) - Côte d’Ivoire zählt weiterhin zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Afrikas. Der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank erwarten für die Jahre 2025 bis 2027 ein jährliches reales Wirtschaftswachstum von jeweils über sechs Prozent. Für 2026 liegt die Prognose derzeit bei rund 6,5 Prozent. Allerdings gehen Beobachter davon aus, dass die anhaltende Blockade der Straße von Hormus zu Korrekturen der bisherigen Wachstumserwartungen führen könnte, da die Folgen des externen Preisschocks bislang nur teilweise berücksichtigt sind.

Wichtige Wachstumsimpulse liefert der Ausbau der Erdöl- und Erdgasförderung, der den erwarteten Preisdruck abfedert und zugleich hohe Investitionszuflüsse sowie steigende Exporterlöse generiert. Auch der Bergbau gewinnt an Bedeutung, da neue und erweiterte Goldminen die Produktion erhöhen. Kapitalzuflüsse werden zudem durch Verbesserungen des Geschäftsumfelds und die feste Bindung des westafrikanischen CFA-Franc an den Euro begünstigt. Darüber hinaus profitiert das Land von seiner Rolle als regionales wirtschaftliches Drehkreuz in Westafrika.

Gleichzeitig bestehen strukturelle Herausforderungen fort. Der private Konsum bleibt wegen begrenzter Fortschritte bei der Armutsbekämpfung eine schwache Stütze der Binnenwirtschaft. Im Agrarsektor belasten unter anderem alternde Kakaobestände, Pflanzenkrankheiten und eine geringe Düngemittelnutzung die Produktivität. Trotz Reformfortschritten gilt die Bürokratie weiterhin als Hemmfaktor.

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