Die Zollanmeldung erfolgt elektronisch über das Zollabwicklungssystem "Integrated Customs Management System (iCMS)". Zugang zu diesem System haben nur von der kenianischen Steuerbehörde KRA zugelassene Zollagenten. Der Importeur selbst kann unter bestimmten Voraussetzungen eine entsprechende Lizenz beantragen. Dies gilt auch für nicht in Kenia ansässige Importeure.

Die Zollanmeldung muss der Zollstelle spätestens 21 Tage nach Ankunft der Ware in Kenia vorliegen.

Die EAC-Staaten Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda setzen das System des einheitlichen Zollgebiets (Single Customs Territory - SCT) um. Das hat zum Ziel, die Zollabfertigung und den Transit von Gütern zu vereinfachen. Waren aus Drittländern werden in der Regel dort abgefertigt, wo sie zuerst ankommen. Anschließend werden sie unter zollamtlicher Überwachung in das Bestimmungsland transportiert.

Unternehmen können den Status des zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO) in Kenia beantragen, der Vereinfachungen bei der Zollabfertigung gewährt. Im Rahmen der ostafrikanischen Zollunion EAC kann auch der Status eines regionalen AEO bewilligt werden. 

GTAI-Publikation Zoll und Einfuhr kompakt - Kenia.