Importwaren müssen die von der kenianischen Normenbehörde KEBS entwickelten nationalen oder anerkannte internationale Normen erfüllen. Je nach Herkunftsland findet eine verpflichtende Konformitätsprüfung entweder im Exportland oder nach Ankunft in Kenia statt. Betroffen sind grundsätzlich alle Waren mit Ausnahme von Fahrzeugen.
Für Exporte aus Deutschland ist seit Februar 2026 die sogenannte Destination Inspection nach Eintreffen in Kenia obligatorisch. Der Exporteur muss gültige Qualitätsnachweise wie Testberichte und Zertifikate bereitstellen, die bestätigen, dass die Produkte den Vorgaben des Ursprungslands entsprechen.
Für eine reibungslose Zollabfertigung empfiehlt KEBS, Produkte vor dem Versand in nach ISO/IEC 17025 akkreditierten Laboren nach kenianischen Standards testen zu lassen. Bei Einhaltung der Normen stellt KEBS ein lokales Konformitätszertifikat (CoC) aus. Waren ohne gültiges CoC erhalten keine Freigabe durch den kenianischen Zoll. Die Gebühren für die Destination Inspection betragen 0,6 Prozent des Zollwerts, jedoch mindestens 300 US-Dollar und höchstens 3.500 US-Dollar je Sendung.
Ausgenommen von dem Konformitätsbewertungsprogramm sind Waren, die nicht von KEBS, sondern anderen kenianischen Behörden reguliert werden wie Tiere, Pflanzen, Arzneimittel oder Pestizide.
GTAI-Publikation Zoll und Einfuhr kompakt - Kenia.