Der am 19. Juni veröffentlichte German-Southern African Business Outlook 2026 von Germany Trade & Invest und der AHK Südliches Afrika bietet aktuelle Einblicke in die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen in der Region. Die Analyse basiert auf einer Umfrage unter deutschen Unternehmen, die im südlichen Afrika aktiv sind, und zeichnet ein differenziertes Bild der wirtschaftlichen Lage:

  • Insgesamt ist der Ausblick vorsichtig optimistisch: Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen erwartet stabile oder steigende Umsätze; rund 61 Prozent gehen von Wachstum aus, während etwa ein Drittel mit stabiler Entwicklung rechnet.
  • Südafrika bleibt der zentrale Anker für Geschäftstätigkeiten, gleichzeitig gewinnen andere Märkte in der Region – darunter Namibia, Sambia und Botswana – an Bedeutung.
  • Investitionen erfolgen überwiegend zurückhaltend und verlagern sich zunehmend von Expansion hin zu Instandhaltung, Resilienz, Qualifizierung und Digitalisierung. Unternehmen bleiben engagiert, agieren jedoch selektiver und stärker risikobewusst.
  • Zu den wichtigsten Herausforderungen zählen weiterhin politische und regulatorische Unsicherheiten, Fachkräftemangel sowie Defizite in der Infrastruktur.

Trotz der teils schwierigen Rahmenbedingungen bestätigen die Ergebnisse die langfristige Bindung deutscher Unternehmen an Südafrika und die Region.