(ABG) - Südafrika ist der größte Pharmamarkt in Subsahara-Afrika. Der Arzneimittelumsatz soll von 8,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf knapp 9,7 Milliarden US-Dollar bis 2030 steigen. Wachstumstreiber sind unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach HIV-Medikamenten.
Gleichzeitig will Südafrika seine Abhängigkeit von Importen verringern. Mehr als 90 Prozent der pharmazeutischen Wirkstoffe werden bislang eingeführt. Staat und Industrie investieren deshalb in lokale Kapazitäten für Impfstoffe, Biopharmazeutika und Biosimilars. Projekte von Biovac, FuturePHARMA und Afrigen eröffnen Geschäftschancen für deutsche Anbieter, etwa bei Produktions- und Reinraumtechnik, Laborausstattung, Prozesskontrolle und GMP-Dienstleistungen.
Der Marktzugang bleibt jedoch anspruchsvoll. Zulassungsverfahren dauern zum Teil zwei Jahre und länger, zudem unterliegen verschreibungspflichtige Medikamente einer staatlichen Preisregulierung. Unsicherheit schafft auch die geplante National Health Insurance. Gleichzeitig ist Südafrika für viele internationale Hersteller ein wichtiges regionales Drehkreuz für das Geschäft in Subsahara-Afrika.
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