(ABG) - Tansania steht im Wassersektor vor wachsenden Herausforderungen: Eine rapide wachsende Bevölkerung, zunehmende Urbanisierung sowie steigender Bedarf aus Landwirtschaft, Industrie und Tourismus überlasten die bestehende Infrastruktur. Gleichzeitig fehlen staatliche Mittel und technische Kapazitäten, weshalb die Regierung verstärkt auf private Akteure und internationale Partner setzt.
Große Projekte wie der Kidunda‑Staudamm, das Lake-Victoria-WATSAN-Programm oder das Zanzibar Water Investment Programme sollen die Versorgung verbessern. Besonders im Fokus steht weiterhin die Trinkwasserversorgung, während der Abwasserbereich erst im Aufbau ist und in vielen Städten noch auf einfache Lösungen wie Fäkalienabtransport per Lkw angewiesen bleibt.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich Chancen vor allem bei robusten, preisbewussten Technologien sowie bei Beratungs- und Ingenieurleistungen. Der Markt ist stark preisgetrieben und wird von einfachen, langlebigen Lösungen dominiert, häufig aus asiatischer Produktion. Erfolg verspricht eine langfristige Marktbearbeitung über regionale Hubs wie Nairobi oder lokale Distributoren.
Besonders zahlungskräftige private Abnehmer – etwa Hotels, Minen oder exportorientierte Industrien – sowie geberfinanzierte staatliche Projekte bieten Potenzial. Deutschland ist über die KfW bereits an mehreren Vorhaben beteiligt, und die Nachfrage nach zuverlässiger Wassertechnik dürfte weiter steigen.
Weitere Informationen
|