(ABG) - Tunesien zählt zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Pro Einwohner stehen nur rund 380 Kubikmeter erneuerbare Frischwasserressourcen zur Verfügung. Entsprechend groß ist der Investitionsbedarf bei Trinkwasserversorgung, Entsalzung und Abwasserbehandlung.

Da Tunesiens Staat die notwendigen Investitionen nicht allein finanzieren kann, spielen internationale Geber eine zentrale Rolle. Deutschland ist mit einem KfW-Portfolio von rund 950 Millionen Euro der größte bilaterale Geldgeber. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau der Meerwasserentsalzung, die Modernisierung von Leitungsnetzen und der Einsatz intelligenter Wasserzähler.

Viele Bau-, Liefer- und Beratungsleistungen werden international ausgeschrieben. Chancen bestehen für deutsche Anbieter insbesondere als Technik- und Ausrüstungslieferanten sowie für Ingenieur- und Planungsbüros. Gefragt sind eine dauerhafte technische Präsenz vor Ort, Wartungsleistungen und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen.

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