Das Länderprofil wurde zuletzt im Juli 2020 aktualisiert.

Gambia ist der flächenmäßig kleinste Staat des afrikanischen Festlandes. Seit dem politischen Wechsel 2017 nehmen Geschäftschancen vor allem im Bausektor zu. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Geberprojekte in dem generell unterversorgten Markt. Interessant ist der Tourismussektor.


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Daten und Fakten

GTAI

Der Africa Business Guide liefert Ihnen mit den wichtigsten Wirtschaftsdaten einen ersten Länderüberblick zu Gambia.


Offizieller Name: Republik Gambia

Hauptstadt: Banjul

Geschäftssprache: Englisch

Einwohner: 2,4 Millionen (2019)*

Durchschnittsalter: Ø 21,3 (2018)*

Bevölkerungswachstum: 2,9% (2019)*

Währung & Wechselkurs (Ø 2018): Dalasi (D), 1 Euro = 57,128 D

BIP pro Kopf:  755,0 US$ (2019)*

BIP-Wachstum: 6,5% (2019)*

Ausländische Direktinvestitionen: 0,4 Mrd. US$ (2018)*

Wichtigste deutsche Einfuhrgüter (2018*; in % der Gesamteinfuhr):

  1. Nahrungsmittel 55,1
  2. Rohstoffe (außer Brennstoffe) 28,0

Deutsche Ausfuhren: 20,59 Millionen Euro (2019)*

Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter (2018*; in % der Gesamtausfuhr):

  1. Kfz und-teile 28,9
  2. Chemische Erzeugnisse 16,1
  3. Maschinen 14,3
  4. Nahrungsmittel 11,5

*Prognose/Schätzung

SWOT-Analyse

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Gambias als Wirtschaftsstandort: Eine Orientierungshilfe.

S (Strengths | Stärken)

  • Neue Regierung räumt der Wirtschaft deutlich mehr Freiheiten ein.
  • Keine Sicherheitsproblematik.
  • Gute klimatische Voraussetzungen für Tourismus, Landwirtschaft und Solarenergie.
  • Derzeit hohe Investitionsbereitschaft im Bausektor.

W (Weaknesses | Schwächen)

  • Ineffizienz, Korruption und Vetternwirtschaft in der öffentlichen Verwaltung.
  • Gambia ist einer der kleinsten Märkte Afrikas und eignet sich damit kaum für große Repräsentanz.
  • Geringe Branchenvielfalt.

O (Opportunities | Chancen)

  • Zulieferung und Beratung für Bauprojekte.
  • Export von Nahrungsmitteln. 
  • Lieferung von Ausrüstungen bei Infrastrukturprojekten in den Bereichen Transport, Energie, Wasser, Gesundheit und Telekommunikation.
  • Dienstleistungen rund um den Tourismussektor.

T (Threats | Risiken)

  • Überschuldeter Staat ist nur beschränkt handlungsfähig und auf Geber angewiesen.
  • Lokale Währung Dalasi verliert stetig an Wert.

Potenzialbranchen

Bausektor

Seit 2017 deutlich steigende Aktivitäten. Von privater Seite vor allem Hochbauprojekte, Geber investieren in die Infrastruktur (Ausbau des Hafens, Erweiterung der Strom- und Wasserversorgung).

Landwirtschaft

Sektor ist stark abhängig von den schwankenden klimatischen Bedingungen und kann den wachsenden Bedarf an Grundnahrungsmitteln nicht decken. Weltbank und EU finanzieren Bewässerungsanlagen für den Reisanbau. Exportiert werden Erdnüsse, Baumwolle und Palmöl. Wachsende Expat-Gemeinschaft fragt hochwertige Nahrungsmittel nach.

Tourismus

Neben der Landwirtschaft die größte Einnahmequelle des Landes, steigende Touristenzahlen. Gambia gilt als europanahes und günstiges Touristenziel. Neubau von Hotels sowie eines Konferenzzentrums. Das deutsche Tourismusunternehmen FTI hat in Gambia zwei Hotels übernommen.

Der Branchencheck Gambia enthält weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Links zu ausführlichen Branchenberichten.

Marktzugang

Zoll- und Einfuhrregelungen

Informationen zum Wirtschaftsrecht sowie zu Zoll- und Einfuhrregelungen in Gambia finden Sie bei Germany Trade & Invest.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Gambia sind viele Geberorganisationen aktiv. Ein großes Projektportfolio haben die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank, die sich auf Infrastrukturvorhaben konzentriert. Aus Entwicklungsprojekten resultieren eine Vielzahl von Aufträgen, die ab bestimmten Schwellenwerten international ausgeschrieben werden.

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Beratung und Unterstützung für Ihr Gambia-Geschäft