Die Republik Kongo ist das sechstgrößte afrikanische Erdölförderland. Der Erdölsektor dominiert die Wirtschaft und steht auch für vier Fünftel der Exporte. Andere Branchen sind bisher eher schwach entwickelt.

Die Regierung will die Landwirtschaft und den Transportsektor stärken. Außerdem soll der Abbau von weiteren Rohstoffen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Die kongolesische Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren schwach entwickelt. Durch fallende Erdölpreise hatte sich das Bruttoinlandsprodukt seit 2013 von knapp 18 Milliarden US-Dollar auf gut 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 fast halbiert. 

Der Präsident der Republik Kongo, Denis Sassour Nguesso, ist seit 1979 – mit einer Unterbrechung von 1992 bis 1997 – an der Macht und regiert das Land autokratisch. Das Land gilt als bürokratisch und intransparent.

Hinweis

Die Partner des Wirtschaftsnetzwerk Afrika bieten deutschen Unternehmen Informationen zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie in Afrika.


Das Länderprofil wurde zuletzt im April 2021 aktualisiert.

Daten und Fakten Kongo

SWOT-Analyse

S

Strengths Stärken

  • Erdölsektor ist international wettbewerbsfähig
  • Regierung investiert verstärkt in Infrastrukturprojekte 
  • Staat will mit Sonderwirtschaftszonen ausländische Firmen anlocken
W

Weaknesses Schwächen

  • Weit verbreitete Korruption, schlechte Infrastruktur und ineffiziente Verwaltung
  • Gesellschaftliche Mittelklasse kaum vorhanden
  • Politischer Stillstand 
O

Opportunities Chancen

  • Starkes Wachstum in der Holzwirtschaft
  • Nur zwei Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche sind bislang erschlossen
  • Erneuerbare Energien wenig entwickelt
T

Threats Risiken

  • Hohe Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit in der Bevölkerung 
  • Übergriffe durch bewaffnete Banden
  • Nachbarländer sind teilweise politisch instabil 

Potenzialbranchen

Bergbau und Rohstoffe

Die Republik Kongo ist mit einer Produktion von 330.000 Barrel pro Tag (2019) der sechstgrößte Erdölproduzent Afrikas. Das zentralafrikanische Land verfügt außerdem über Vorkommen von Eisen- und Kupfererze, Gold, Diamanten, Phosphat, Bauxit und Kalisalz. Die Förderung von Eisenerz stand besonders im Fokus. Allerdings haben mehrere westliche Unternehmen ihre angekündigten Investitionen nicht umgesetzt, weshalb sie teilweise ihre Konzessionen verloren haben. Diese wurden wiederum neu an chinesische Unternehmen vergeben, die wenig Erfahrung im Bergbau haben. Das führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen und Unsicherheit bei Investoren. Grundsätzlich bietet der Bergbau Chancen für deutsche Zulieferer aus Maschinenbau, Automatisierungs- und Umwelttechnologie.

Landwirtschaft

Nur ein Bruchteil der möglichen Anbauflächen wird genutzt, vor allem für Subsistenzlandwirtschaft. Der Agrarsektor ist aktuell unterentwickelt und ist ein Schlüsselsektor für die Diversifizierung der Wirtschaft.

Die Forstwirtschaft gewinnt an Bedeutung, gerade auch für den Export. Zuletzt hat der Kongo einen Kredit im Rahmen der "Central Africa Forestry Initiative" erhalten, um die Transparenz bei den Einnahmen zu erhöhen und die Kommunen stärker einzubinden. Außerdem soll die lokale Weiterverarbeitung gesteigert werden.

Tourismus

Das Land hat durch seine Lage im tropischen Zentralafrika und die geringe Bevölkerung Potenzial für naturnahen Tourismus. In mehreren Nationalparks sind unter anderem Flachlandgorillas und Waldelefanten zu beobachten. 

Transport und Logistik

Der Transport- und Logistiksektor ist bereits ein wichtiger Sektor, kann aber noch stark verbessert werden. Die Infrastruktur bedarf weiterer Investitionen. Derzeit hat das Land nur rund 3.000 Kilometer befestigte Straßen.

Marktzugang

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zoll- und Einfuhrregelungen

Bei der Einfuhr von Waren nach Kongo sind eine Vielzahl von Vorschriften und Regeln zu beachten. Die frühzeitige Information über Einfuhrverfahren, zu zahlende Abgaben und mögliche Verbote und Beschränkungen hilft, Verzögerungen an der Grenze und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

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