Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Landwirtschaft hat einen Anteil von 40 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Im vergangenen Jahrzehnt konnte die Wirtschaft jedoch durchschnittlich um sechs Prozent zulegen. Investitionen in die Erdölproduktion sorgten für zusätzliches Wachstum. 

Die Regierung will in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds die Transparenz erhöhen, die Korruption zurückdrängen und die sozialen Bedingungen verbessern. Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung bilden die abnehmende Stabilität in einigen Nachbarländern und der Klimawandel. 

Die Partner des Wirtschaftsnetzwerks Afrika bieten deutschen Unternehmen Informationen zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie in Afrika.

Daten und Fakten Niger

Potenzialbranchen

Bergbau und Rohstoffe

Der Rohstoffsektor dominiert die Exporte Nigers. Seit den frühen 1970er Jahren wurde vor allem Uran abgebaut. Französische Unternehmen dominierten den Sektor. Aktuelle Explorationsprojekte werden von kanadischen Unternehmen unternommen.

Der Export von Gold ist zuletzt angestiegen. Noch bedeutender dürfte in Zukunft die Produktion und der Export von Erdöl sein. Während bisher die Erdölförderung bei 17.000 Barrel pro Tag lag, könnte sie auf 49.000 Barrel pro Tag im Jahr 2023 ansteigen und auf 108.000 Barrel pro Tag im Jahr 2025 steigen.

Bauwirtschaft

Die Aktivitäten im Infrastrukturbereich werden stark von großen Projekten beeinflusst. Dazu gehörten in der jüngsten Vergangenheit der Bau des Kandadji Staudamms und der Erdölpipeline zwischen Niger und Benin. Die Pipeline soll 2023 in Betrieb gehen. Insgesamt ist die Infrastruktur inadäquat und stark ausbaubedürftig.  

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Der Großteil der Bevölkerung arbeitet in dem Sektor. Die Ernte ist stark abhängig vom Regenfall, der relativ schwankend ist. Maschinen kommen bisher nur sehr begrenzt zum Einsatz.

Entwicklungszusammenarbeit und öffentliche Aufträge in Niger

In Niger sind verschiedene bilaterale und multilaterale Geber aktiv. Unter anderem finanzieren die Weltbank, die Europäische Union, die Afrikanische Entwicklungsbank und die KfW Entwicklungsbank Vorhaben der öffentlichen Hand. Aus diesen geberfinanzierten Projekten resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

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Unterstützung beim Markteinstieg in Niger

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika, das BMWi-Markterschließungsprogramm und weitere Institutionen der Außenwirtschaftsförderung bieten verschiedene Maßnahmen in ausgewählten Branchen an, um deutschen Unternehmen die Erschließung des Zielmarktes Niger zu erleichtern.

Unabhängig von der Branche und vom Zielland können Unternehmen die "Beratungsgutscheine Afrika" in Anspruch nehmen. Das Förderprogramm des BMWi unterstützt den Markteinstieg deutscher KMU in Afrika mit bis zu 75 Prozent der Kosten für maximal 15 Beratertage. 

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