Guinea-Bissau zählt zu den kleinsten Staaten Afrikas und noch immer prägt die Kolonialzeit das Land. Seit der Unabhängigkeit von Portugal 1973 ist es politisch fragil, Korruption ist weit verbreitet. 

Die Landwirtschaft, vor allem der Anbau von Cashewnüssen, generiert 90 Prozent der Exporterlöse Guinea-Bissaus. 90 Prozent der Bevölkerung arbeiten im Agrarsektor. Daneben sind die Fischerei und der Bergbau für das kleine westafrikanische Land bedeutend. Für Aufsehen sorgte zuletzt ein illegales Abkommen mit dem Nachbarland Senegal über Offshore-Ölvorkommen.
 

Daten und Fakten Guinea-Bissau

Expertenstimme

Adeyemi Sanni

Adeyemi Sanni

Guinea-Bissau ist einer der zehn größten Cashewnussproduzenten weltweit. Das Land verfügt über ein günstiges Klima und viele natürliche Wasserressourcen. Ein Mangel an Fachkräften und eine unzureichende Infrastruktur verhindern, dass die Wirschaft das Potenzial im Agrar- und Tourismussektor vollständig nutzen kann. 

Adeyemi Sanni Technical Advisor for the ECOWAS Fund for Regional Stabilisation & Development (FRSD)

Entwicklungszusammenarbeit und öffentliche Aufträge in Guinea-Bissau

In Guinea-Bissau sind verschiedene bilaterale und multilaterale Geber aktiv. Unter anderem finanzieren die Weltbank, die Europäische Union, die Afrikanische Entwicklungsbank und die KfW Entwicklungsbank Vorhaben der öffentlichen Hand. Aus diesen geberfinanzierten Projekten resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

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