Niger gilt seit dem Verfassungsreferendum von 2010 als politisch stabil. Die Kernthemen der 2021 neu gewählten nigrischen Regierung sind Bildungsförderung und die Verbesserung der Sicherheitslage.  

Die Regierung will in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds die Transparenz erhöhen, die Korruption zurückdrängen und die sozialen Bedingungen verbessern. Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung bilden die abnehmende Stabilität in einigen Nachbarländern und der Klimawandel.

Im vergangenen Jahrzehnt konnte die Wirtschaft durchschnittlich um sechs Prozent zulegen. Mit 36 Prozent hat die Landwirtschaft weiterhin einen hohen Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Investitionen in die Erdölproduktion sorgten für zusätzliches Wachstum. Eine Ölpipeline vom nigrischen Ölfeld in Agadem bis zur beninischen Küste befindet sich im Bau. Mit 1.982 km wird sie die längste Pipeline in Afrika. 
 

Das Länderprofil wurde zuletzt im September 2022 aktualisiert.

Daten und Fakten Niger

Potenzialbranchen

Bergbau und Rohstoffe

Der Rohstoffsektor dominiert die Exporte Nigers. Seit den frühen 1970er Jahren wurde vor allem Uran abgebaut. Französische Unternehmen dominierten den Sektor. Aktuelle Explorationsprojekte werden von kanadischen Unternehmen unternommen.

Der Export von Gold ist zuletzt angestiegen. Noch bedeutender dürfte in Zukunft die Produktion und der Export von Erdöl sein. Während bisher die Erdölförderung bei 17.000 Barrel pro Tag lag, könnte sie auf 49.000 Barrel pro Tag im Jahr 2023 ansteigen und auf 108.000 Barrel pro Tag im Jahr 2025 steigen.

Bauwirtschaft

Die Aktivitäten im Infrastrukturbereich werden stark von großen Projekten beeinflusst. Dazu gehörten in der jüngsten Vergangenheit der Bau des Kandadji Staudamms und der Erdölpipeline zwischen Niger und Benin. Die Pipeline soll 2023 in Betrieb gehen. Insgesamt ist die Infrastruktur inadäquat und stark ausbaubedürftig.  

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Der Großteil der Bevölkerung arbeitet in dem Sektor. Die Ernte ist stark abhängig vom Regenfall, der relativ schwankend ist. Maschinen kommen bisher nur sehr begrenzt zum Einsatz.

Entwicklungszusammenarbeit und öffentliche Aufträge in Niger

In Niger sind verschiedene bilaterale und multilaterale Geber aktiv. Unter anderem finanzieren die Weltbank, die Europäische Union, die Afrikanische Entwicklungsbank und die KfW Entwicklungsbank Vorhaben der öffentlichen Hand. Aus diesen geberfinanzierten Projekten resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

Bei GTAI finden Sie zudem 

Unterstützung beim Markteinstieg in Niger

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika, das BMWi-Markterschließungsprogramm und weitere Institutionen der Außenwirtschaftsförderung bieten verschiedene Maßnahmen in ausgewählten Branchen an, um deutschen Unternehmen die Erschließung des Zielmarktes Niger zu erleichtern.

Unabhängig von der Branche und vom Zielland können Unternehmen die "Beratungsgutscheine Afrika" in Anspruch nehmen. Das Förderprogramm des BMWi unterstützt den Markteinstieg deutscher KMU in Afrika mit bis zu 75 Prozent der Kosten für maximal 15 Beratertage. 

Erfahrungsberichte von Unternehmen in Niger

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Eine Sprache: Bolloré Logistics hat Vorteile im frankofonen Afrika

Beim französischen Mischkonzern Bolloré arbeiten fast zwei Drittel aller Beschäftigten der Transport- und Logistiksparte im Afrikageschäft.

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