(ABG) - Libyen öffnet seinen Öl- und Gassektor wieder für ausländische Investoren und hat Anfang 2026 erstmals seit fast zwanzig Jahren neue Förder- und Explorationslizenzen vergeben. Mehrere internationale Konzerne erhielten Zuschläge für Onshore- und Offshoreblöcke, was den Modernisierungsdruck auf die veraltete Infrastruktur erhöht.
Das Land strebt mittelfristig eine deutliche Ausweitung der Öl- und Gasproduktion an und möchte seine Rolle als Energielieferant für Europa stärken. Gleichzeitig bleibt die Zielmarke von 2 Millionen Barrel pro Tag angesichts politischer Risiken und technischer Engpässe ambitioniert.
Die wirtschaftliche Entwicklung Libyens bleibt eng an den Ölpreis gekoppelt. Nach einem starken Wachstum im Jahr 2025 rechnen internationale Institutionen auch 2026 mit einem soliden, wenn auch unsicheren Anstieg der Wirtschaftsleistung. Hohe Staatsausgaben und Subventionen stützen den Konsum, belasten jedoch die öffentlichen Finanzen.
Für Deutschland bleibt Libyen vor allem ein wichtiger Rohöllieferant, während deutsche Exporte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin auf niedrigem Niveau verharren.
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