(GTAI) - Mit großen Vorkommen an Graphit und Schwermineralsanden gewinnt Mosambik für Deutschland und die EU strategische Bedeutung als Rohstoffpartner für Energiewende und Industrie. Mit dem im Mai verabschiedeten Bergbau- und Erdölgesetz stärkt Mosambik den staatlichen Einfluss im Bergbausektor. Durch eine staatliche Mindestbeteiligung von 15 Prozent an allen Projekten und ein Exportverbot für unverarbeitete Rohstoffe soll die lokale Weiterverarbeitung und die Entwicklung der Abbaugebiete gefördert werden. Das erhöht die Anforderungen an internationale Investoren und schafft neue Chancen für deutsche Unternehmen.

Ein wesentlicher Treiber ist die hohe Importabhängigkeit Mosambiks im Maschinenbereich. Mit einem Marktanteil von 2,4 Prozent an Mosambiks Bergbaumaschinenimporten spielt Deutschland bislang zwar nur untergeordnete Rolle.  Mit der fortschreitenden Erschließung der Rohstoffvorkommen nehmen jedoch auch die Geschäftschancen in vor‑ und nachgelagerten Bereichen zu. Dies betrifft insbesondere die Bereitstellung von Bergbau‑ und Fördertechnik, Umwelt‑ und Sicherheitstechnik sowie Beratungs‑, Ausbildungs‑ und Servicedienstleistungen.

Auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist beteiligt: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unterstützt in Mosambik Aufklärungskampagnen im Kleinbergbau. Im Rahmen der Kammerpartnerschaft zwischen der Chamber of Mines of Mozambique (CMM) und der IHK Chemnitz werden Qualifizierungsmaßnahmen für den Kleinbergbau umgesetzt.

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