Obwohl die Bevölkerung mehrheitlich in der Landwirtschaft tätig ist, stützen vor allem mineralische Rohstoffe Mosambiks Wirtschaft. Kohle und Gas sind die mit Abstand wichtigsten Exportprodukte.

Mosambik zählt zu den rohstoffreichsten Ländern im südlichen Afrika und verfügt über bedeutende Vorkommen an Erdgas, Kohle und verschiedenen Metallen. Die Wirtschaft ist stark vom Rohstoffsektor geprägt, insbesondere durch Energie-, Bergbau- und Aluminiumexporte. Die Landwirtschaft beschäftigt einen Großteil der Bevölkerung und trägt wesentlich zur Wirtschaftsleistung bei, leidet jedoch unter geringer Produktivität und strukturellen Schwächen.

Die wirtschaftliche Entwicklung Mosambiks wird immer wieder durch politische Unsicherheiten, Naturkatastrophen und infrastrukturelle Defizite gebremst. Insbesondere das Verkehrs- und Elektrizitätsnetz ist lückenhaft, was die Anbindung vieler Regionen erschwert und regionale Disparitäten verstärkt. Während das Wirtschaftszentrum Maputo vergleichsweise gut entwickelt und international vernetzt ist, sind andere Landesteile deutlich weniger erschlossen.

Reformen im Bergbau- und Energiesektor zielen darauf ab, die lokale Wertschöpfung zu erhöhen und staatliche Einnahmen zu steigern. Die Regierung setzt verstärkt auf lokale Beteiligung und die Entwicklung der Förderregionen. Internationale Investitionen, vor allem im Bereich der Erdgasförderung, bieten Chancen für nachhaltiges Wachstum und den Ausbau von Infrastruktur, Bildung und Sozialwesen. Dennoch bleibt die Umsetzung von Projekten herausfordernd, und die Abhängigkeit von Rohstoffexporten birgt Risiken für die wirtschaftliche Stabilität.

Das Länderprofil wurde zuletzt im Juni 2026 aktualisiert.

Jenny Eberhardt, GTAI

Mosambik verfügt über einige der bedeutendsten Rohstoffvorkommen Afrikas und gewinnt als Lieferant kritischer Mineralien an strategischer Bedeutung. Mit der Wiederaufnahme großer Gasprojekte sowie Investitionen in die Infrastruktur entstehen neue Geschäftschancen. Gleichzeitig bleiben regulatorische Unsicherheiten und strukturelle Defizite herausfordernd.

Jenny Tala Korrespondentin für das südliche Afrika bei Germany Trade & Invest in Johannesburg

Daten und Fakten Mosambik

SWOT-Analyse

S

Strengths Stärken

  • Reichhaltige Rohstoffvorkommen
  • Landwirtschaftliches Potenzial
  • Große Flächenreserven
  • Günstige Energiequellen
  • Zugang zum Meer
W

Weaknesses Schwächen

  • Landesteile sehr unterschiedlich entwickelt
  • Große Lücken in der Infrastruktur
  • Geringe Produktivität der Landwirtschaft
  • Großprojekte mit wenig Arbeitsplätzen
  • Verbreitete Armut
O

Opportunities Chancen

  • Investitionen in Rohstoffabbau
  • Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
  • Verbesserung der lokalen Energieversorgung
  • Vereinfachte Verwaltungsvorgänge
  • Ausbau des Bildungssystems
T

Threats Risiken

  • Wiederaufflammen kriegerischer Konflikte
  • Dürren und Überschwemmungen
  • Fallende Rohstoffpreise
  • Abhängigkeit von ausländischen Investitionen
  • Erdgasboom beschleunigt gesellschaftliche Spaltung

Potenzialbranchen in Mosambik

Bergbau und Rohstoffe

Mosambik verfügt über bedeutende Vorkommen an Graphit, Titanmineralien, Kohle und Edelsteinen. Die Regierung fördert lokale Wertschöpfung und setzt auf strengere Umwelt- und Sozialstandards. Deutsche Unternehmen sind als Anbieter von Bergbautechnik, Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie Beratungsleistungen gefragt, insbesondere im Zuge neuer gesetzlicher Vorgaben zur Weiterverarbeitung.

Transport und Logistik

Mosambik ist als Küstenstaat ein wichtiger Logistikhub für das südliche Afrika. Die Häfen Maputo, Beira und Nacala dienen als Transitkorridore für Nachbarländer. Investitionen in Infrastruktur und effiziente Logistiklösungen bieten Potenzial für deutsche Anbieter von Transporttechnik, Logistikdienstleistungen und Hafeninfrastruktur.

Landwirtschaft

Rund zwei Drittel der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Exportorientierte Sonderkulturen wie Cashew- und Macadamianüsse gewinnen an Bedeutung. Chancen bestehen in der Modernisierung, Mechanisierung und Weiterverarbeitung, etwa bei Verpackung und Aufbereitung von Exportprodukten. Infrastrukturdefizite hemmen jedoch das Wachstum.

Energiewirtschaft

Drei Viertel des Stroms werden aus Wasserkraft erzeugt, der Ausbau der Übertragungsnetze und neue Kraftwerksprojekte stehen im Fokus. Die Entwicklung der Erdgaswirtschaft und der Ausbau erneuerbarer Energien bieten Chancen für Anbieter von Netz-, Speicher- und Energietechnik sowie für Beratungs- und Wartungsdienstleistungen.

Maschinen- und Anlagenbau

Die fortschreitende Industrialisierung, insbesondere im Rohstoffsektor, erhöht den Bedarf an Maschinen für Aufbereitung, Verarbeitung und Raffination. Deutsche Unternehmen sind als Nischenanbieter von Qualitäts- und Spezialtechnik, etwa für Bau-, Bergbau- und Fördertechnik, wettbewerbsfähig. Die Importabhängigkeit Mosambiks ist hoch.

Marktzugang

Rechtliche Rahmenbedingungen

Gewerbliche Wareneinfuhr und Zoll

Arbeitsmarkt und Löhne

Das Kompetenzzentrum Training (Aus- und Weiterbildung) der AHK Südliches Afrika (Skills Experts Programm) bietet deutschen und lokalen Unternehmen sowie Bildungsanbietern Informationen und Beratung rund um das Thema Berufsbildung.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Mosambik fördern internationale Geber sehr viele Entwicklungsprojekte. Mit Abstand am aktivsten ist die Weltbank, gefolgt von der KfW Entwicklungsbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Die meisten Projekte gibt es in den Sektoren Wasser und Umwelt, Finanzwesen und Energie. Aus geberfinanzierten Vorhaben resultieren Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

Bei Germany Trade & Invest finden Sie aktuelle 

Unterstützung beim Markteinstieg in Mosambik

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika und weitere Institutionen der Außenwirtschaftsförderung bieten verschiedene Maßnahmen in ausgewählten Branchen an, um deutschen Unternehmen die Erschließung des Zielmarktes Mosambik zu erleichtern.

Beratungsgutscheine Afrika

Das BMWE unterstützt den Markteinstieg deutscher KMU in Afrika. Unternehmen erhalten bis zu 85 Prozent der Kosten für maximal 15 Beratungstage.

Investitionsgarantien des Bundes Neues Fenster zu "Investitionsgarantien des Bundes".

Die Investitionsgarantien sichern Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Mosambik gegen politische Risiken ab und unterstützten Projekte vor Ort.

Export­kredit­versicherungen für Privatwirtschaft Neues Fenster zu "Export­kredit­versicherungen für Privatwirtschaft".

Die Hermesdeckungen schützen Exporteure und Banken bei Geschäften mit mosambikanischen Handelspartnern vor wirtschaftlich und politisch bedingten Zahlungsausfällen.

Kompetenzzentrum Sourcing südliches Afrika Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Sourcing südliches Afrika".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika vernetzt europäische Unternehmen unterschiedlicher Branchen mit geeigneten Zulieferern aus dem südlichen Afrika.

Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Energieeffizienz".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika in Kapstadt berät Unternehmen vor Ort und bietet Marktinformationen zur Energiewirtschaft.

Kompetenzzentrum Corporate Social Responsibility Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Corporate Social Responsibility ".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika bietet Unternehmen eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch rund um CSR-Themen.

Kompetenzzentrum Wassermanagement Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Wassermanagement ".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika fördert den Austausch zwischen Unternehmen aus Deutschland und dem südlichen Afrika rund um das Thema Wasserwirtschaft.

Kompetenzzentrum Industrie Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Industrie".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika unterstützt den Markteinstieg von Unternehmen in der Branche Industrie- und Konsumgüter.

Kompetenzzentrum Landtechnik und Lebensmittel Neues Fenster zu "Kompetenzzentrum Landtechnik und Lebensmittel".

Das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika ist Anlaufstelle für Unternehmen, die vor Ort im Bereich Landtechnik und Verarbeitung von Lebensmitteln tätig sind.

Komptenzzentrum berufliche Bildung Neues Fenster zu "Komptenzzentrum berufliche Bildung".

Mit dem Skills Experts Programm unterstützt das Kompetenzzentrum der AHK Südliches Afrika Unternehmen und Bildungsanbieter.

Kontakte und weiterführende Links

Beratung für Ihr Mosambik-Geschäft

Ansprechpartner vor Ort

Kontakt Deutsche Botschaft Maputo

Weiterführende Informationen

Erfahrungsberichte von Unternehmen in Mosambik

Mosambik: Industrieparks als Motor für Investitionen und lokale Wertschöpfung

Interview mit Ivana Todorovic, COO bei MozParks.

Ausbaufähig: Rolle der deutschen Wirtschaft im südlichen Afrika

Matthias Boddenberg leitete 23 Jahre die AHK Südliches Afrika. Er betont den Erfolg der dualen Berufsausbildung, sieht aber auch Defizite im Selbstmarketing deutscher Firmen.

Stein auf Stein: Nachhaltig bauen mit Sand im südlichen Afrika

Einfache und nachhaltige Bauverfahren bietet das deutsche Unternehmen Polycare für das südliche Afrika an. Die Steinproduktion in Namibia funktioniert ohne Wasser und mit Sand.

Knappe Kassen: Weniger öffentliche, mehr private Bauprojekte 

Die Grupo NOV Subsariana arbeitet zurzeit an acht Bauprojekten in Angola. Geschäftsführer Vitor Santos erklärt, wie das portugiesische Unternehmen in Afrika an Aufträge kommt.

Wir machen das jetzt mal: Walkie-Talkies in Afrika gefragt

Global Radio System ist ein Beispiel dafür, wie das Abenteuer Afrika mit wenigen Mitteln starten kann.

Guter Draht: Vertrieb deutscher Kabel über Portugal nach Afrika

Die deutsche Firma Helukabel vertreibt ihre Produkte in Mosambik und Angola. Warum der Vertrieb über Portugal besonders gut läuft, erklärt Eduardo Soares im Gespräch mit GTAI.

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