Dichte und Qualität des afrikanischen Straßennetzes liegen im weltweiten Vergleich deutlich zurück. Nur gut ein Viertel der Strecken sind asphaltiert. Dennoch entfallen 80 bis 90 Prozent des Transports von Personen und Gütern auf die Straße. Die Wege sind vielfach nicht durchgängig, dadurch zeitaufwändig und kostenintensiv. All dies erschwert den länderübergreifenden Handel.

Quelle: AfDB Tracking Africa’s Progress in Figures 2014:51

Quelle: AfDB Tracking Africa’s Progress in Figures 2014:51

Gerade deshalb kommt dem Aus- und Neubau des Straßennetzes eine große Bedeutung zu. Dabei machen topografische Besonderheiten und die großen Distanzen einzelne Expansionsvorhaben besonders anspruchsvoll. Auf dem mehr als 9.000 Kilometer langen Trans-Sahara Highway-Projekt von Algerien bis nach Nigeria sind längst noch nicht alle Abschnitte für einen reibungslosen Transportverkehr bereit.

Neben staatlichen Investitionen und internationalen Gebern spielen privat finanzierte Straßenbauprojekte eine immer wichtigere Rolle – auch auf kürzeren Strecken. Mautpflichtige Straßen wie der äthiopische Addis-Adama Expressway oder das 400 Millionen US-Dollar teure Dakar-Diamniadio Highway Project in Senegal gelten als Beispiele für erfolgreiche und leistungsfähige Optionen.

Spezielle Lösungen sind auch im Bereich des Tunnel- und Brückenbaus erforderlich. 2018 wurde mit der längsten Hängebrücke Afrikas in Mosambiks Hauptstadt Maputo für über 700 Millionen US-Dollar ein neuer Meilenstein gesetzt – in chinesisch-deutscher Kooperation.