Äquatorialguinea ist flächenmäßig einer der kleinsten Staaten Afrikas. Gleichzeitig gehört das Land zu den größten Ölproduzenten auf dem Kontinent.

Seit 2014 befindet sich das Äquatorialguinea aufgrund der schwankenden Weltmarktpreise in einer Rezession. Viele Bau- und Infrastrukturprojekte sind auf Halt gesetzt. Die Menschenrechtslage bleibt schwierig.

Hinweis

Die Partner des Wirtschaftsnetzwerk Afrika bieten deutschen Unternehmen Informationen zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie in Afrika.


Das Länderprofil wurde zuletzt im Juli 2020 aktualisiert.

Daten und Fakten

GTAI GTAI Der Africa Business Guide liefert Ihnen mit den wichtigsten Wirtschaftsdaten einen ersten Länderüberblick zu Äquatorialguinea.


Offizieller Name: Republik Äquatorialguinea

Hauptstadt: Malabo

Geschäftssprache: Spanisch

Einwohner: 1,4 Millionen (2019)*

Durchschnittsalter: Ø 19,9 (2018)*

Bevölkerungswachstum: 2,4% (2019)*

Währung & Wechselkurs (Ø 2018): CFA-Franc (FCFA), 1 Euro = 655,957 FCFA

BIP pro Kopf: 8.927,4 Mrd. US$ (2019)*

BIP-Wachstum: -4,6% (2019)*

Ausländische Direktinvestitionen: 14,1 Mrd. US$ (2018)

Wichtigste deutsche Einfuhrgüter (2018*; in % der Gesamteinfuhr):

  1. Erdöl 67,5
  2. Chemische Erzeugnisse 32,5%

Deutsche Ausfuhren 21,71 Millionen Euro (2019)*

Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter (2018*; in % der Gesamtausfuhr):

  1. Getränke/Tabak 51,1
  2. Maschinen 12,9
  3. Kfz und -Teile 11,4
  4. Nahrungsmittel 10,4
  5. Elektrotechnik 3,5
  6. Chemische Erzeugnisse 2,3
  7. Mess-/Regeltechnik 1,5

*Prognose/Schätzung

Expertenstimme

Äquatorialguinea setzt verstärkt auf eine Diversifizierung der Wirtschaft. Für deutsche Unternehmen bieten sich vor allem Chancen als Lieferanten für Maschinen und Kraftfahrzeuge. Aufgrund hoher staatlicher Infrastrukturinvestitionen bestehen zudem Möglichkeiten im Bausektor. Entscheidend für die künftige wirtschaftliche Entwicklung ist, wie die Reformen für die Nichtölbereiche greifen werden. Dazu gehören insbesondere Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.

Corinna Päffgen GTAI-Korrespondentin für Westafrika

SWOT-Analyse

S

Strengths Stärken

  • Rohstoffvorkommen (Öl, Gas, Tropenholz, Kakao)
  • Hohe Alphabetisierungsquote (2015: 95%)*
W

Weaknesses Schwächen


  • Kleiner Markt (2019: 1,4 Millionen Einwohner)*
  • Schlechte Infrastruktur
O

Opportunities Chancen

  • Bei steigendem Erdölpreis wieder zunehmende Aktivitäten im Bausektor
  • Wachsende Nachfrage nach Konsumgütern, vor allem durch Bevölkerungswachstum
T

Threats Risiken

  • Keine Rechtssicherheit, Korruption und Vetternwirtschaft
  • Starke Abhängigkeit von Rohstoffexporten

Potenzialbranchen

Landwirtschaft

Hauptsächlich Subsistenzanbau. Hauptanbauprodukte sind Cassava, Süßkartoffeln, Kochbananen und Mais. Die großen Städte Malabo und Bata sind auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Export von Kakao und Tropenholz (stetig sinkend).

Öl/Gas

2018 nur noch fünfgrößter Ölproduzent in Subsahara-Afrika, tägliche Fördermenge 114.000 Barrel (2. Quartal 2019). Im November 2019 sollen 27 neue Öl- und Gaslizenzen vergeben werden. Aktuell Fokus auf Ausbau des Erdgassektors. Erste LNG-Anlage der Region entstand mit deutscher Beteiligung und wurde im August 2019 eingeweiht. Weitere LNG-Projekte sollen folgen, unter anderem mit Ghana.

Marktzugang

Rechtliche Rahmenbedingungen

Zoll- und Einfuhrregelungen

Bei der Einfuhr von Waren nach Äquatorialguinea sind eine Vielzahl von Vorschriften und Regeln zu beachten. Die frühzeitige Information über Einfuhrverfahren, zu zahlende Abgaben und mögliche Verbote und Beschränkungen hilft, Verzögerungen an der Grenze und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Äquatorialguinea finanzieren die Weltbank, Institutionen der Europäischen Union und viele andere Geber Entwicklungsvorhaben.

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