(GTAI) - Es kommt Bewegung in die algerischen Pläne zur Energiewende. Gleich zwei Ausschreibungen aus dem Jahr 2023 über insgesamt 3.000 Megawatt treiben den Ausbau der Solarenergie voran. Bis 2035 will Algerien 15 Gigawatt an erneuerbaren Kapazitäten installiert haben – aktuell sind es nur rund 590 Megawatt. Bei den großen Ausschreibungen kamen vor allem chinesische Unternehmen als Generalauftragnehmer zum Zuge. Ein Engagement der deutschen Wirtschaft wäre aber sicherlich gern gesehen. 

Auf politischer Ebene arbeitet die algerische Regierung bereits mit Deutschland zusammen. Seit 2015 gibt es eine Deutsch-Algerische Energiepartnerschaft, und beim Besuch des deutschen Wirtschaftsministers Robert Habeck in Algier im Februar 2024 wurde eine bilaterale Wasserstoff-Taskforce gegründet. Deutschland hat bereits eine finanzielle Unterstützung über 20 Millionen Euro bei einem 50-Megawatt-Wasserstoffprojekt zugesagt. 

Algerien möchte Europa perspektivisch mit 10 Prozent des Bedarfs an Wasserstoff versorgen. Der Transport soll über den südlichen Wasserstoff-Korridor (SoutH2 Corridor) nach Italien, Österreich und Deutschland erfolgen. Ab 2030 – so die Pläne – könnte der Korridor in Betrieb gehen. 

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