(ABG) - Die Pharmamärkte in Algerien, Marokko und Tunesien entwickeln sich unterschiedlich. Alle drei Länder wollen ihre lokale Arzneimittelproduktion stärken. Für deutsche Unternehmen unterscheiden sich Marktzugang, Kooperationsmöglichkeiten und Risiken jedoch erheblich. Eine regionale Vertriebsstrategie muss deshalb auf individuellen Länderstrategien aufbauen.
Marokko bietet insgesamt den einfachsten Zugang für den Export von Fertigarzneimitteln und verfügt zugleich über gut ausgebaute Partner- und Logistikstrukturen für das Afrikageschäft. Algerien setzt dagegen konsequent auf Importsubstitution, neue Importeure treffen auf hohe Hürden.
Tunesien verfügt ebenfalls über eine etablierte Pharmaindustrie und Exporterfahrung. Allerdings belasten Finanzierungsengpässe und Zahlungsverzögerungen der staatlichen Zentralapotheke das Geschäft. Für deutsche Unternehmen hängt die Wahl des geeigneten Standorts damit wesentlich vom Geschäftsmodell ab.
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