(ABG) - Subsahara-Afrika baut seine Erdgasförderung deutlich aus. Neue Fördergebiete, LNG-Anlagen und Pipelines sollen zusätzliche Mengen für den Export bereitstellen und zugleich die Energieversorgung von Industrie und Kraftwerken in Afrika verbessern. Besonders große Vorhaben entstehen in Mosambik, Nigeria, der Republik Kongo und Gabun.

Bis 2034 könnten die LNG-Exporte Subsahara-Afrikas von 35,7 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2024 auf rund 98 Milliarden Kubikmeter steigen. Einen wesentlichen Teil des Wachstums sollen Nigeria und Mosambik beisteuern. Europa bleibt ein wichtiger Absatzmarkt, europäische Abnehmer halten sich bei langfristigen Lieferverträgen allerdings zurück. Gleichzeitig gewinnen asiatische Unternehmen als Investoren, Abnehmer, Anlagenbauer und Finanzierer an Bedeutung.

Zu den fortgeschrittenen Großprojekten zählen Mozambique LNG und Coral North FLNG in Mosambik sowie Train 7 von Nigeria LNG. Auch die Republik Kongo hat ihre Exportkapazitäten ausgebaut: Die zweite Phase von Congo LNG nahm im Februar 2026 den kommerziellen Exportbetrieb auf. In mehreren Ländern entstehen zudem Pipelines und Gasprojekte, die stärker auf die Versorgung der heimischen Märkte ausgerichtet sind.

Für deutsche Unternehmen liegen Chancen vor allem bei spezialisierten Komponenten und Dienstleistungen. Gefragt sind unter anderem Verdichter, Pumpen, Armaturen, Mess- und Regeltechnik, Prozessautomatisierung, Leckageerkennung, Brandschutz, Speziallogistik, Wasseraufbereitung und Emissionskontrolle. Zusätzliche Nachfrage kann durch Gaskraftwerke sowie Investitionen in die Düngemittel-, Methanol- und Petrochemieproduktion entstehen.

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