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Das Länderprofil wurde zuletzt im Juli 2020 aktualisiert.

Potenziale sind in Burkina Faso vorhanden: Das Land ist reich an Bodenschätzen. Allerdings destabilisieren terroristische Aktivitäten derzeit das Geschäftsleben. Die unmittelbare Entwicklung hängt von einer Verbesserung der Sicherheitslage ab. Im Bergbau sowie in der Landwirtschaft sind eine Reihe von neuen Projekten geplant. Die Regierung etablierte im Mai 2018 diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China, die Gelder für Infrastrukturvorhaben breitstellen will.


Hinweis

Aktuelle Informationen zu den Auswirkungen der Coronapandemie auf die Wirtschaft in Afrika finden Sie im Special von Germany Trade & Invest.

Daten und Fakten

GTAI

GTAI

Offizieller Name: Burkina Faso

Hauptstadt: Ouagadougou

Geschäftssprache: Französisch

Einwohner: 20,3 Millionen (2019)*

Durchschnittsalter: Ø 17 Jahre (2018)*

Bevölkerungswachstum: 2,8% (2019)*

Währung & Wechselkurs (September 2019): CFA-Franc (FCFA) fest an den Euro gekoppelt, 1 Euro = 655,957 FCFA

BIP pro Kopf: 718 US$ (2019)*

BIP-Wachstum: 6,0% (2019)*

Ausländische Direktinvestitionen: 2,7 Mrd. US$ (2018)*

Wichtigste deutsche Einfuhrgüter (2018*; in % der Gesamteinfuhr):

  1. Rohstoffe (außer Brennstoffe) 77,4%
  2. Nahrungsmittel 21,2%
  3. Natürliche Öle, Fette, Wachse 0,9%
  4. Textilien/Bekleidung 0,3%
  5. Mess-/Regeltechnik 0,1
  6. Sonstige 0,1%

Deutsche Ausfuhren: 61,33 Millionen Euro (2019)*

Wichtigste deutsche Ausfuhrgüter (2018*; in % der Gesamtausfuhr):

  1. Maschinen 31,2%
  2. Kfz und -Teile 19,9%
  3. Chemische Erzeugnisse 12,3%
  4. Getränke und Tabak 5,2%
  5. Mess- und Regeltechnik 4,3%
  6. Eisen und Stahl 4,0%
  7. Elektrotechnik 3,2%
  8. Sonstige 19,9%

*Prognose/Schätzung

Expertenstimme zu Burkina Faso

Carsten Ehlers, GTAI-Korrespondent für West- und Zentralafrika:

Afrika-Experte Carsten Ehlers

Afrika-Experte Carsten Ehlers

Ausrüstungen für den Bergbau, den Infrastrukturausbau oder auch Konsumgüter werden weiterhin importiert. Ausländische Geschäftsleute vermeiden wegen der zunehmenden Instabilität aber derzeit Reisen in das Land. Die Zusammenarbeit mit einem geeigneten lokalen Partner wird deshalb immer wichtiger.

SWOT-Analyse

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Burkina Fasos als Wirtschaftsstandort: Eine Orientierungshilfe.

S (Strengths | Stärken)

  • Reiche Goldvorkommen und andere Rohstoffe, Baumwolle
  • Der CFA-Franc ist an den Euro gebunden. Geringe Währungsrisiken
  • Relativ geringe Verschuldung

W (Weaknesses | Schwächen)

  • Außenwirtschaft und Konjunktur von Gold und Baumwolle abhängig
  • Binnenlage. Hohe Transport- und Logistikkosten
  • Kleiner Markt, Armut und geringe Kaufkraft

O (Opportunities | Chancen)

  • Hohes Wachstum trotz struktureller Schwächen
  • Dienstleistungssektor, Telekommunikation und Konsum expandieren
  • Geberfinanzierte Vorhaben (Official Development Assistance)
  • Infrastrukturinvestitionen, künftig stärker aus China finanziert

T (Threats | Risiken)

  • Hohe Gefahr terroristischer Gewaltakte, Entführungen und kriminelle Übergriffe
  • Rückzug von Investoren
  • Dürren und Klimaschocks
  • Korruption und Vetternwirtschaft

Potenzialbranchen


Bergbau

Große Vorkommen an Gold wurden erschlossen und weitere Bodenschätze werden vermutet. Die Ausfuhren von Gold machen rund zwei Drittel der gesamten Exporte aus. Zink und Naturwerksteine werden ebenfalls gefördert. Lagerstätten an Mangan, Kupfer, anderen Erzen und Phosphat werden erkundet.

Energieversorgung

Geringe Versorgungssicherheit. Energieversorger Sonabel betreibt Dieselkraftwerke, die zwei Drittel des Stroms liefern. Projekte zum Ausbau der Kapazitäten und Netze sind vorgesehen, Weltbank und China finanzieren. Das Energieministerium will weitere Solarparks errichten. Kunden fragen Notstromaggregate und Solar-Hybridsysteme nach.

Gesundheitswesen

Fortschritte im Sektor wurden in den letzten Jahren erzielt, dennoch bleibt die Versorgung schwach. Geber und Gesundheitsministerium finanzieren Programme und Projekte. Technik für Nothilfe wird benötigt.

Landwirtschaft

Baumwolle ist die wichtigste Anbaupflanze. Mali, Benin und Burkina Faso sind die größten Produzenten in Afrika. Gelder fließen in Bewässerungssysteme und steigern die Erträge, auch von Getreide und Gemüse.

Umwelttechnik

Urbanisierung, Flüchtlingsströme, Bergbau und Pestizide belasten die Umwelt. Luft und Böden sind zunehmend belastet. KfW und andere Entwicklungsbanken finanzieren Wasser- und Abwassersysteme. Bergbaufirmen sollen Gelder für Umweltvorhaben bereitstellen.

Marktzugang

Informationen zum Wirtschaftsrecht sowie zu Zoll- und Einfuhrregelungen in Burkina Faso finden Sie bei Germany Trade & Invest.

Entwicklungsprojekte und Ausschreibungen

In Burkina Faso sind eine Vielzahl bilateraler und multilateraler Geber aktiv. Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und andere stellen Finanzierung für Projekte der öffentlichen Hand bereit. Aus geberfinanzierten Vorhaben resultieren viele Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

Bei Germany Trade & Invest finden Sie aktuelle

Beratung und Unterstützung für Ihr Burkina-Faso-Geschäft