(GTAI) - Es wäre ein historisches Ereignis: Nach 30 Jahren an der Macht wird der African National Congress (ANC) bei den Parlamentswahlen am 29. Mai voraussichtlich seine absolute Mehrheit verlieren. Zwar wird der ANC stärkste Fraktion bleiben und damit auch die künftige Regierung Südafrikas anführen. Aber er wird nicht mehr allein regieren. 

Das Spektrum der möglichen Koalitionspartner reicht von der liberalen Democratic Alliance über die marxistischen Economic Freedom Fighters bis hin zur von Ex-Präsident Zuma neu gegründeten Umkhonto we Sizwe (MK). Insgesamt sind über 50 Parteien zur Wahl zugelassen. 

Der unklare Wahlausgang sorgt für Verunsicherung in der südafrikanischen Wirtschaft. Unternehmen hoffen vor allem, dass die neue Regierung den aktuellen Reformkurs fortsetzt und dringend notwendige Investitionen anstößt, beispielsweise im maroden Infrastruktursektor. Mittel- und langfristig blicken viele Unternehmen pragmatisch bis positiv in Zukunft und richten ihren Fokus auf das große Potenzial Südafrikas. 

Weitere Informationen

Erfahrungsberichte von Unternehmen in Südafrika

Ausbaufähig: Rolle der deutschen Wirtschaft im südlichen Afrika

Matthias Boddenberg leitete 23 Jahre die AHK Südliches Afrika. Er betont den Erfolg der dualen Berufsausbildung, sieht aber auch Defizite im Selbstmarketing deutscher Firmen.

IT-Standortwandel: Kunden in Deutschland, Fachkräfte in Südafrika

Aus Personalmangel gründete die IT-Firma Assco eine Niederlassung in Südafrika. Die gemischten Teams arbeiten eng zusammen - und gewinnen neue internationale Kunden.

Praxisnah lernen: Duale Ausbildung in Afrika nach deutschem Standard

Die weltweite Beliebtheit der deutschen dualen Ausbildung wächst, auch in Afrika. Christiani plant einen Hub in Südafrika für maßgeschneiderte Ausbildungslösungen.

Mit Zukunft: Partnerschaft der Automobilverbände kommt ins Rollen

Der Verband der deutschen Automobilindustrie kooperiert mit seinem panafrikanischen Counterpart. Victoria Backhaus-Jerling berichtet aus dem gemeinsamen Projektbüro in Südafrika.

Recycling: Deutsche Technologie für Südafrikas Kreislaufwirtschaft

Südafrika setzt auf Kreislaufwirtschaft, um knappe Ressourcen zu sparen. Branchenexperte Rishel Dharmapall identifiziert Geschäftschancen für die deutsche Abfallwirtschaft.

Punkte sammeln: Südafrikas BBBEE-System zur Chancengleichheit

Das Programm BBBEE soll Unternehmertum und Beschäftigung bei den im Apartheidregime benachteiligten Bürgern Südafrikas fördern. Was bedeutet das für investierende Unternehmen?

Schutzschirm: MAN sichert Afrika-Geschäfte mit Exportkreditgarantien des Bundes

Das Münchener Unternehmen MAN Truck & Bus verkauft seit mehr als 30 Jahren Lkw auf dem afrikanischen Markt, vor allem schwere Lkw-Reihen und Lkw-Bausätze.

Südafrika: Solarunternehmen profitieren von der Stromkrise

In Südafrika stößt die Energiekrise den Solarmarkt an. Dinesh van der Haar von TAGEX Energy berichtet von neuen Chancen, sieht aber auch Hindernisse für den Bau von Solaranlagen.

Mehr Fachkräfte für Afrika: Internationale Geber finanzieren berufliche Bildung

Die Lucas-Nülle GmbH produziert Lehrgeräte und Software für die technische Ausbildung. In Afrika sieht sie großes Potenzial - der Bedarf dort ist riesig.

Heißes Eisen: Schweißtechnikfirma will über Marokko nach Westafrika

Der hessische Schweißtechnikhersteller Abicor Binzel hat in Marokko eine Niederlassung eröffnet. Denn auch bei diesem Mittelständler gilt das Land als Tor nach Westafrika.

Solarindustrie: Mehr Fachkräfte für einen wachsenden Markt

Die GREEN Solar Academy qualifiziert seit 10 Jahren Fachpersonal für die Solarwirtschaft, um neue Märkte in Afrika zu erschließen.

Neuorientierung: Exportgeschäft von ROHDE wandert von Asien nach Afrika

Die Rohde KG ist Spezialist für Wandbeschichtungen und war international vor allem in Asien engagiert. Nun hat sie sich für den Markteintritt in Südafrika und Kenia entschieden.

Weitere Inhalte zum Thema: