Ähnlich wie im Schiffsverkehr erscheint Afrika auch am weltweiten Luftverkehr mit einem Anteil von nur rund zwei Prozent marginalisiert. Doch der Kontinent steuert auf einen geeinten Luftraum zu. Das von der Afrikanischen Union initiierte Projekt des Single African Air Transport Market (SAATM) verspricht eine Verbesserung des Angebots an Flügen, neue Konnektivität und zunehmende wirtschaftliche Integration.

Für Vernetzung und Transport hat sich das äthiopische Addis Abeba zu einem führenden Drehkreuz entwickelt. Gemeinsam mit der äthiopischen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines plant man einen völlig neuen Flughafen in noch größeren Dimensionen für 100 Millionen Passagiere. Mit Kosten von rund 5 Milliarden US-Dollar soll eine regelrechte Airport-City entstehen, auf einer Fläche von 35 Quadratkilometern mit Shopping Malls, Hotels, Logistik- und Trainingszentren.

Neben Johannesburg und Kapstadt in Südafrika befinden sich weitere wichtige Hubs im Norden (Kairo, Casablanca) und Osten (Nairobi). Über die meisten afrikanischen Flughäfen werden pro Jahr weniger als 1 Million Passagiere abgefertigt. Aber die Zeichen stehen auf Wachstum. Nicht nur das bevölkerungsreiche Nigeria ist mit zahlreichen Projekten ein Beispiel für große Dynamik im Aus- und Neubau afrikanischer Flughäfen. Auch kleinere Länder wie RuandaCôte d’Ivoire und Ghana investieren massiv in den Ausbau ihrer Flughafeninfrastruktur.