(GTAI) - Nordafrikas Staaten spüren die Folgen des Irankriegs sehr unterschiedlich. Energieexporteure wie Algerien und Libyen profitieren von hohen Öl‑ und Gaspreisen, während Importländer wie Marokko und Tunesien stärker unter steigenden Kosten leiden. Ein neues GTAI-Special zeigt, wie verwundbar die Region durch Abhängigkeiten von Vorprodukten – etwa Ammoniak für Dünger – und durch Engpässe im Transport ist.
Projekte für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff gewinnen an Bedeutung, da sie langfristig mehr Versorgungssicherheit schaffen könnten. Auch alternative Handelsrouten über Marokko oder ägyptische Mittelmeerhäfen werden wichtiger, während steigende Transport- und Energiepreise die Bevölkerung zusätzlich belasten.
Im Bereich Investitionen und Dienstleistungen entstehen neue Risiken und Chancen. Ägypten ist stark von Kapital aus den Golfstaaten abhängig, das durch den Krieg unter Druck geraten könnte. Gleichzeitig zeigt der Konflikt, wie anfällig zentralisierte digitale Infrastrukturen sind – was Standorte wie Marokko oder Ägypten attraktiver machen könnte. Der Tourismussektor entwickelt sich gegensätzlich: Länder weiter vom Konflikt entfernt wie Marokko profitieren, während Ägypten Einbußen verzeichnet.