(GTAI) – Der Ausbau des Lobito-Korridors in Angola, der Demokratischen Republik (DR) Kongo und Sambia gewinnt weiter an Fahrt. Mit der Vergabe einer 30-jährigen Konzession für die Bahnstrecke zwischen Dilolo und Sakania konkretisiert sich die Modernisierung einer zentralen Transportachse für Kupfer, Kobalt und andere kritische Rohstoffe.

Der rund 1.000 Kilometer lange Bahnkorridor verbindet die wichtigsten Bergbauregionen der DR Kongo mit dem angolanischen Hafen Lobito. Die Transportkapazität soll langfristig deutlich steigen und den Export von Rohstoffen erleichtern. Gleichzeitig wird der Korridor zunehmend als Entwicklungsprojekt verstanden, das zusätzliche industrielle Wertschöpfung in der Region fördern soll.

Im Fokus stehen dabei nicht nur Bergbauunternehmen, sondern auch Investitionen in die Weiterverarbeitung von Kupfer, Kobalt und anderen strategischen Mineralien. Die DR Kongo verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen, Sambia über industrielle Erfahrung in der Metallverarbeitung. Beide Länder setzen auf eine stärkere regionale Arbeitsteilung.

Für deutsche Unternehmen ergeben sich Geschäftschancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gefragt sind unter anderem Energie- und Netztechnik, Automatisierungslösungen, Anlagen für Schmelzen und Raffinerien, Wasseraufbereitung sowie Infrastruktur- und Logistiktechnik. Auch beim Ausbau der Stromversorgung besteht erheblicher Investitionsbedarf. Eine zuverlässige Energieversorgung gilt als zentrale Voraussetzung für neue Industrieprojekte.

Die Finanzierung einzelner Vorhaben ist teilweise noch offen. Dennoch mobilisieren internationale Partner erhebliche Mittel für den Korridor. Die Europäische Union betrachtet ihn als Schlüsselprojekt ihrer Global-Gateway-Initiative und unterstützt den Ausbau von Infrastruktur und Lieferketten.

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