(GTAI) - Der Markt für Nutzfahrzeuge in Afrika entwickelt sich dynamisch. Während Afrika bislang nur einen kleinen Anteil am weltweiten Nutzfahrzeugabsatz hat, verzeichnete der Kontinent 2025 ein Wachstum von knapp 19 Prozent. Treiber sind der Ausbau wichtiger Verkehrsachsen, Investitionen in Infrastruktur sowie wachsende Aktivitäten im Bergbau und in der Logistik.
Besonders entlang neuer Transportkorridore entstehen zusätzliche Absatzchancen. Dazu zählen der Nordkorridor von Kenia über Uganda bis in die Region der Großen Seen sowie der Lobito-Korridor, der Angola mit den rohstoffreichen Gebieten in Sambia und der Demokratischen Republik Kongo verbindet. Auch die geplante Küstenautobahn zwischen Abidjan und Lagos dürfte den Güterverkehr in Westafrika deutlich erhöhen.
Die Nachfrage kommt vor allem aus der Bauwirtschaft, dem Bergbau und dem Transportsektor. Gleichzeitig gewinnen Dienstleistungen rund um Flottenmanagement, Telematik und Wartung an Bedeutung. Chancen ergeben sich damit nicht nur für Fahrzeughersteller, sondern auch für Zulieferer und Anbieter digitaler Lösungen.
Trotz des Wachstums bleibt der Markt herausfordernd. Gebrauchtfahrzeuge dominieren vielerorts weiterhin den Güterverkehr, während chinesische Hersteller mit preisgünstigen Angeboten Marktanteile gewinnen. Deutsche Anbieter können vor allem mit Qualität, Zuverlässigkeit und einem leistungsfähigen Serviceangebot punkten.