(BMWi) - Am 23. November 2020 führt die Afrika-Verein Veranstaltungs-GmbH, in Kooperation mit der Ethiopian Chamber of Commerce & Sectoral Associations und dem Global Business Network Programme, sowie den Fachpartnern iMove – Training Made in Germany, dem Bundesverband Berufsbildung International (BvBBI), Don Bosco Mondo e.V., Menschen für Menschen – Karlheinz Böhm Äthiopienhilfe und dem VDMA Bildung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digitale Informationsveranstaltung durch.

Ziel ist kleine und mittlere Unternehmen über die Marktentwicklung, Rahmenbedingungen und Geschäftschancen in Äthiopien im Bereich Aus- und Weiterbildung zu informieren. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Mit etwa 112 Millionen Menschen verfügt Äthiopien über einen der interessantesten, wenn auch entwicklungsbedürftigen, Konsumgütermärkte Afrikas. Die Entwicklung Äthiopiens hängt von der weiteren Umsetzung der Marktöffnungsbemühungen des seit April 2018 amtierenden Premierministers Abiy Ahmed ab, dessen Regierung mit den Parlamentswahlen im Mai 2020 auf den Prüfstand gestellt werden sollte. Die Wahlen sind jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Mit der bisherigen Umsetzung von Reformen hat sich Äthiopien zu einem der Partnerländer Deutschlands im Rahmen der Compact with Africa Initiative qualifiziert, in deren Rahmen das Land umfassende Unterstützung erhält.

Der äthiopische Growth and Transformation Plan schreibt dem Bildungssektor im Rahmen der weiteren Industrialisierungsbemühungen eine Schlüsselrolle zu. Äthiopien hat große Fortschritte beim quantitativen Ausbau der tertiären Bildung gemacht. Allerdings fehlt der Ausbildung in Äthiopien oft der Praxisbezug und viele Betriebe können es sich nicht leisten, neue Arbeitskräfte selbst intern zu schulen oder teure ausländische Fachkräfte einzustellen. Bereits 2008 legte Äthiopien deshalb eine Berufsbildungsstrategie auf, die ein System der dualen Berufsbildung anstrebt, das stark an das deutsche Ausbildungssystem angelehnt ist.

Ziel der Veranstaltung ist es, die TeilnehmerInnen über Marktentwicklung, Geschäftsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen vor Ort zu informieren, um einen Überblick über Chancen, Risiken und das Geschäftspotential für ein Engagement im Zielmarkt zu bekommen. Die Veranstaltung verbindet Fachvorträge mit Praxisbeispielen und lädt zum Erfahrungsaustausch unter anderem mit vor Ort bereits tätigen Unternehmen und Institutionen ein.

Anmeldeschlusses ist der 15. November 2020. Die Registrierung erfolgt auf der Website des Afrika-Vereins.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer.