(GTAI) - Die Bevölkerung Algeriens und damit der Wasserverbrauch konzentrieren sich an der Mittelmeerküste im Norden des größten Landes des afrikanischen Kontinents. Die Urbanisierung nimmt weiter zu, so dass vor allem in den Städten im Norden der Wasserbedarf weiter steigen wird. Hier wird ein Großteil der Versorgung über Stauseen sichergestellt. Davon gab es Ende 2018 über 80, Ausbaupläne sehen vor, die Zahl auf über 130 zu steigern, die Gesamtkapazität soll dann bei 9 Milliarden Kubikmetern liegen.
Erosion und Verschlammung sind bei den bereits bestehenden Dämmen problematisch. In der niederschlagsreichen Zeit zwischen Dezember und Februar kommt es immer wieder zu Überschwemmungen.

Zusätzlich wird Grundwasser entnommen, und zwar deutlich über der wieder auffüllbaren Menge, vor allem im Süden des Landes. Die Regierung treibt die Nutzung von Grundwasser im Süden trotzdem weiter vorwärts.
So wurde im März 2019 die Einrichtung neuer Bohrstellen inklusive Verbesserung des Wasserversorgungsnetzes für einige Kommunen (Ghardaïa, Metlili, Zelfana, Hassi Lefhal, Guerrara und El Menea) verkündet. 2018 soll die Länge des Trinkwassernetzes 127.000 Kilometer betragen haben, etwa 35 Prozent des Wassers gehen auf dem Weg verloren. Auf Algeriens Territorium liegt der größte Teil des Nordsahara-Aquifers, womit sich der Bedarf noch lange decken ließe. Mit steigendem Bedarf, beispielsweise aus der Landwirtschaft, sinkt die mögliche Nutzungsdauer.

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