(ABG) - Im Jahr 2021 sind auf dem afrikanischen Kontinent 1.131.249 Neufahrzeuge verkauft worden. Das hat der Afrikanische Verband der Automobilhersteller (AAAM) bekannt gegeben. Nach einem deutlichen Einbruch im Pandemiejahr 2020 mit nur 856.133 verkauften Neufahrzeugen in Afrika knüpft der Markt damit wieder an das Vorkrisenniveau an. Marokko, Ägypten und Tunesien konnten ihren Neuwagenabsatz im Jahr 2021 sogar gegenüber dem Vorpandemiejahr 2019 steigern.

"Die verbesserten Neuwagenverkäufe im Jahr 2021 sind ermutigend und zeigen, dass sich die Märkte erholen, da sich das Leben auf dem Kontinent und in vielen anderen Teilen der Welt nach der COVID-Pandemie langsam normalisiert. Wir glauben, dass sich dieser positive Trend im Jahr 2022 fortsetzen wird, da die für das erste Quartal 2022 gemeldeten Verkäufe um etwa 9 Prozent über denen von 2021 liegen", sagte Dave Coffey, CEO des AAAM. Die Verkaufszahlen für 2021 liegen allerdings noch immer rund zwanzigtausend Einheiten unter 2019 mit 1.150.842 Neufahrzeugen. Von den 2021 verkauften Neufahrzeugen wurden 548.504 in Nordafrika und 499.087 innerhalb der Zollunion des südlichen Afrikas (SACU) verkauft. Auf das übrige Subsahara-Afrika entfielen 83.658 verkaufte Neufahrzeuge.

"Die gestiegenen Absatzzahlen für Neufahrzeuge sind ein Lichtblick ... Afrika wird in Zukunft ein immer wichtigerer Partner für die deutsche Automobilindustrie werden, gerade bei der Elektromobilität, da die größten Rohstoffvorkommen für Batterien in Afrika liegen", sagte Victoria Backhaus-Jerling. Sie leitet das Projektbüro des Verbandes der deutschen Automobilhersteller (VDA) mit dem AAAM in Südafrika. "Durch die Industrialisierung und den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten entsteht in Ländern wie beispielsweise Ghana eine lokale und zukunftsgerichtete Automobilindustrie, in der neben heimischen auch deutsche Firmen produzieren."

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