Ghana zählt in Westafrika zu den attraktiven Standorten. Der seit Jahrzehnten betriebene Goldbergbau, der Anbau von Kakao sowie zunehmend die Ölförderung vor der Atlantikküste bescheren dem Land hohe Einnahmen. Die internationale Gebergemeinde leistet reichlich finanzielle Unterstützung, da Ghana auch politisch als Leuchtturm in einer ansonsten instabilen Region gesehen wird.

Pilotprojekt: Ghana

Ein erstes Pilotprojekt des Wirtschaftsnetzwerks Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet im Sommer 2019 in Ghana. Das Pilotprojekt soll deutsche Mittelständler aus der Lebensmittelverarbeitungstechnik und Logistik beim Markteintritt in Ghana aktiv unterstützen.

Pilot-Studie: Ghana | © GTAI Zunächst werden Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Ghana identifiziert und geprüft. Die Ergebnisse stehen in Form einer Zielmarktanalyse kostenlos zum Download zur Verfügung. Passende Unternehmen werden vom Wirtschaftsnetzwerk angesprochen, umfassend hinsichtlich einer möglichen Investition beraten und beim Markteintritt begleitet.

Im Rahmen des Pilotprojekts schreibt das BMWi aktuell einen Dienstleistungsauftrag für die individuelle Beratung von deutschen Unternehmen aus der Lebensmittelverarbeitungstechnik und -logistik mit Geschäftsinteresse an Ghana aus. Die Auftragsbekanntmachung ist unter über die Vergabeplattform des Bundes abrufbar.

Kontakt:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat Außenwirtschaftsförderung
Wirtschaftsnetzwerk Afrika

Tel.: 030-18 615-6344
wirtschaftsnetzwerk-afrika@bmwi.bund.de
www.bmwi.de/wirtschaftsnetzwerk-afrika

Zahlen | Daten | Fakten

Weitere Länderinformationen finden Sie unter www.gtai.de/ghana

Auf den Punkt gebracht

Ghana ist für deutsche Unternehmen ein guter Einstiegsmarkt und einer der bedeutendsten Wirtschaftspartner in Subsahara-Afrika. Die politische Stabilität sowie Englisch als Geschäftssprache erleichtern den Marktzugang. Mehrere deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren neue Niederlassungen eröffnet.

(Carsten Ehlers, GTAI Korrespondent West- und Zentralafrika)

Kernbranchen

Für Ghana lassen sich folgende Kernbranchen identifizieren:

BauwirtschaftDerzeit eher schwierige Lage, aufgrund des Bevölkerungswachstums aber mittelfristig hohes Potenzial, zum Beispiel für Absatz von Baumaschinen oder Werkzeugen.
BergbauVor allem Gold; zurzeit wenig neue Investitionen. Westafrikanischer Hub auch für deutsche Bergbauzulieferer (etwa Erdbewegungsmaschinen) und -dienstleister.
EnergieversorgungHohe Investitionen in Kraftwerke dürften nun abebben. Weiterhin großes Engagement beim Ausbau der Netze. Deutsch-ghanaische Reformpartnerschaft im Bereich Erneuerbare Energie und Energieeffizienz, Potenzial bei PV-Aufdachanlagen für gewerbliche Großverbraucher.
GesundheitswesenStaat und private Akteure investieren in neue Krankenhäuser oder andere Einrichtungen. Dann gute deutsche Lieferchancen, beispielsweise bei medizinischen Verbrauchsgütern (Verbandsmittel, Spritzen etc.).
Kfz-Industrie und Kfz-TeileVerkauf gebrauchter Fahrzeuge hat hohen Anteil an deutschen Exporten nach Ghana.
LandwirtschaftGrundsätzlich potenzialreich; momentan wenig private Investitionen, aber Geberprogramme.
NahrungsmittelindustrieInvestitionen werden regelmäßig getätigt. Sehr guter Markt für deutsche Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen.
Öl und GasHohes Wachstum; Nachfrage vor allem nach Bohr- und Pumpausrüstungen sowie Schiffsaufbauten.
WasserversorgungSteigender Bedarf, aber aufgrund fehlender staatlicher Gelder zu wenig Investitionen; neben technischen Komponenten Gesamtlösungen besonders gefragt.

Der Branchencheck - Ghana enthält weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Links zu ausführlichen Branchenberichten. Der Auskunftsservice von GTAI hilft weiter bei speziellen Fragen zu Ihrem Zielmarkt. Ihre Frage an uns.

Best Practice: Ghana

Bautechnik: Die Infrastruktur in Ghana gewinnt an Fahrt. Das Spezialtiefbauunternehmen Bauer setzt dabei auf Zusammenarbeit bei Infrastrukturprojekten.

SWOT-Analyse: Ghana

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Ghanas als Wirtschaftsstandort: Eine Orientierungshilfe.

S (Strengths | Stärken)

  • Rohstoffreichtum (Öl, Gas, Gold, Kakao)
  • Politische Stabilität
  • Gute Beziehungen zu Gebern
  • Schnell wachsende und konsumfreudige Bevölkerung

W (Weaknesses | Schwächen)

  • Hohe Strompreise
  • Kleiner Markt mit etwa 30 Millionen Einwohnern
  • Umgeben von frankofonen Ländern mit verhaltenen Wirtschaftsbeziehungen
  • Geringe Kaufkraft (BIP/Kopf): 2.260 USD

O (Opportunities | Chancen)

  • Potential im Öl- und Gassektor, Zulieferchancen für deutsche Ausrüster
  • Ausbau der Elektrizitätsinfrastruktur
  • Lieferchancen, Ausrüstungen und Vorprodukte für die ghanaische Konsumgüterindustrie
  • Zunehmende Aktivitäten im Goldbergbau, Zulieferchancen für deutsche Ausrüster

T (Threats | Risiken)

  • Lokale Währung Cedi könnte in den kommenden Jahren weiter abgewertet werden
  • Risiko des Zahlungsverzuges oder -ausfalls bei Geschäften mit Behörden oder Staatsunternehmen
  • Risiko bei Kauf von Grund und Boden, Eigentumsrecht nicht klar geregelt

Marktzugang: Ghana

Rechtliche Rahmenbedingungen

Einen ersten Überblick über ausgewählte Bereiche des in Ghana geltenden Rechts vermittelt der Bericht „Ghana – Rechtliche Rahmenbedingungen in a Nutshell“. Enthalten sind Kurzinformationen unter anderem zum Gesellschaftsrecht, Investitionsschutzabkommen und zum Doppelbesteuerungsabkommen.

"Ghana – Rechtliche Rahmenbedingungen in a Nutshell"

Zoll- und Einfuhrregelungen

Bei der Einfuhr von Waren in Ghana ist eine Vielzahl von Vorschriften und Regelungen zu beachten. Die frühzeitige Information über Einfuhrverfahren, zu zahlende Abgaben und mögliche Verbote und Beschränkungen hilft, Verzögerungen an der Grenze und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden.

"Zoll und Einfuhr Kompakt - Ghana"

Ausschreibungen | Projekte | Initiativen

Ausschreibungen aus geberfinanzierten Projekten

Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und viele weitere Geber finanzieren Vorhaben der ghanaischen Regierung, die zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes beitragen. Neue Vorhaben gibt es derzeit vor allem zur Unterstützung der öffentlichen Verwaltung, im Bereich der Energiewirtschaft und im Finanz- und Bankenwesen. Schwerpunkte der deutschen bilateralen Zusammenarbeit mit Ghana sind Dezentralisierung, Förderung der Landwirtschaft und die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Aus diesen Vorhaben resultieren eine Vielzahl von internationalen Ausschreibungen, im Jahr 2018 besonders für Consultingleistungen und im Bereich Stromerzeugung und -verteilung.

Pilotprojekt des Wirtschaftsnetzwerk Afrika: Ghana

Ein erstes Pilotprojekt des Wirtschaftsnetzwerks Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet im Sommer 2019 in Ghana. Das Pilotprojekt soll deutsche Mittelständler aus der Lebensmittelverarbeitungstechnik und Logistik beim Markteintritt in Ghana aktiv unterstützen.

Zunächst werden Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Ghana identifiziert und geprüft. Die Ergebnisse stehen in Form einer Zielmarktanalyse zur Verfügung. Passende Unternehmen werden vom Wirtschaftsnetzwerk angesprochen, umfassend hinsichtlich einer möglichen Investition beraten und beim Markteintritt begleitet.

Im Rahmen des Pilotprojekts schreibt das BMWi aktuell einen Dienstleistungsauftrag für die individuelle Beratung von deutschen Unternehmen aus der Lebensmittelverarbeitungstechnik und -logistik mit Geschäftsinteresse an Ghana aus. Die Auftragsbekanntmachung ist unter über die Vergabeplattform des Bundes abrufbar.

Kontakt:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat Außenwirtschaftsförderung
Wirtschaftsnetzwerk Afrika

Tel.: 030-18 615-6344
wirtschaftsnetzwerk-afrika@bmwi.bund.de

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