Der BDI stellt sich vor

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist die Spitzenorganisation der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister. Er spricht für 40 Branchenverbände und mehr als 100.000 Unternehmen mit rund acht Millionen Beschäftigten im Inland. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Die 15 Landesvertretungen setzen sich für die Interessen der Wirtschaft auf regionaler Ebene ein.

Der BDI hat die Aufgabe, alle gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Industriezweige zu wahren und zu fördern. Er bringt sich frühzeitig in den öffentlichen politischen Diskurs ein. Er setzt Themen, bündelt differenzierte Meinungen, schafft in der Allianz mit seinen Mitgliedsverbänden Interessenausgleich und bietet so der Politik abgestimmte, repräsentative Positionen der Wirtschaft.

Unterstützung im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung

Der BDI unterstützt Unternehmen im globalen Wettbewerb. Er verfügt über ein weit verzweigtes Netzwerk in Deutschland und Europa, auf allen wichtigen Märkten und in internationalen Organisationen. Er sorgt für die politische Flankierung internationaler Markterschließung und befasst sich mit Themen, die einzelne Unternehmen konzeptionell so nicht bearbeiten können: von Kommunalfinanzen bis Corporate Governance, von CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) bis zur Europäischen Integration und zur Welthandelsrunde.

Die Auslandsbüros des BDI in Brüssel, Washington, D.C. und Peking liefern verlässliche Informationen, setzen sich für die Interessen der Mitglieder vor Ort ein und stehen bei Bedarf mit Rat und Tat zur Verfügung. In Brüssel ist der BDI einer von 40 nationalen Verbänden  im europäischen Dachverband BusinessEurope (BE).

Afrika-Aktivitäten des BDI

"Africa rising" anstatt "hopeless continent" – mit der "BDI-Strategie Subsahara-Afrika: Chancenkontinent Afrika" ist eine kohärente Strategie für Afrika formuliert. Damit bringt sich der BDI aktiv in die Afrikapolitik ein und zeigt Handlungsbedarf auf, um ein attraktives sowie nachhaltiges Investitionsklima zu fördern. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl für die Menschen in Afrika als auch für die deutsche Industrie vorteilhaft sind.

Der BDI setzt sich für die regionale Integration der nationalen Märkte und deren besseren Anschluss an internationale Wertschöpfungsketten ein., was bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung der afrikanischen Staaten ist. Die Schaffung der pan-afrikanischen Freihandelszone, die 2019 beschlossen wurde, erleichtert langfristig Investitionen und Handel deutscher Unternehmen mit den über 50 afrikanischen Ländern.

Der BDI macht auf die Chancen für die deutsche Industrie aufmerksam und flankiert ihre Interessen gegenüber Entscheidungsträgern in Deutschland und Afrika. Die Bundesregierung hat in den vergangenen beiden Jahren zahlreiche Initiativen wie den "Compact with Africa" (CwA) gestartet, um mehr Investitionen in Afrika zu befördern. Der BDI ist Partner des G20-Investitionsgipfels der Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI), der im November 2019 zum zweiten Mal stattfand.

Der BDI engagiert sich in verschiedenen Projekten seit mehreren Jahren für eine Stärkung afrikanischer Unternehmer und Unternehmerinnen. Gemeinsam haben BDI und die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) die Reihe "Women’s Business Breakfast" ins Leben gerufen.

BDI vor Ort in Afrika

2015 hat der BDI eine Kammer- und Verbandspartnerschaft (KVP) mit dem ostafrikanischen Industrieverband East African Business Council (EABC) initiiert. Ziel ist es, die Interessenvertretung des privaten Sektors innerhalb der East African Community (EAC) zu stärken, die regionale Wirtschaftsintegration in Ostafrika zu fördern und Netzwerke zwischen deutschen und ostafrikanischen Unternehmern und Politikern zu etablieren.
In Westafrika unterhielt der BDI bereits im Jahr 2008 bis 2015 eine KVP mit dem ghanaischen Partnerverband Association of Ghana Industries (AGI). Die Partnerschaft besteht über das Projektende hinaus fort und beide arbeiten gemeinsam weiter daran, den Austausch mit der deutschen Wirtschaft zu intensivieren.
"Perspektiven Schaffen: Wirtschaft für Entwicklung" wurde 2017 als Pilotprojekt von BDI und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Ziel ist es, vielversprechende ostafrikanische Unternehmen mit passenden deutschen Unternehmen zusammenzubringen, die gemeinsam Perspektiven für Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Politischer Partner ist die EAC, weitere Partner in Ostafrika sind der EABC und seine nationalen Unternehmensverbände. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) arbeitet im Auftrag des BMZ an der Umsetzung und koordiniert alle Stakeholder.
Im Rahmen des Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsgipfels (German-African Business Summit, GABS), kamen Anfang Februar 2019 über 500 Teilnehmer aus Politik und Privatwirtschaft in Accra, Ghana zusammen. Der GABS ist Deutschlands bedeutendste Wirtschaftsveranstaltung in Afrika, er wird von der SAFRI organisiert. Alle zwei Jahre treffen sich führende Regierungs- und Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und Subsahara-Afrika, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu diskutieren und zu fördern.

BDI als Träger von Regionalinitiativen

Gemeinsam mit anderen deutschen Wirtschaftsverbänden ist der BDI Träger von fünf Regionalinitiativen zur Verbesserung des Marktzuganges in strategisch wichtigen Regionen. Die Regionalinitiativen ergänzen das internationale Engagement des BDI und tragen dazu bei, dass die deutsche Wirtschaft in wichtigen Zukunftsmärkten mit einer Stimme spricht. Die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) und die Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft (NMI) widmen sich der Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und allen afrikanischen Staaten.

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