Das westafrikanische Guinea verfügt über eines der größten Vorkommen von Bauxit weltweit, daneben über reiche Reserven an Eisenerz, Gold und Diamanten. Durch den Ausbau seiner Bauxitproduktion befindet sich das Land derzeit in einer dynamischen wirtschaftlichen Phase. Die wachsenden Einnahmen werden auch verstärkt in die Infrastruktur investiert.

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Auf den Punkt gebracht

Guinea erlebt durch den Bauxitbergbau einen plötzlichen wirtschaftlichen Aufstieg. Deutsche Unternehmen können an den Milliarden-US-Dollar-Projekten teilhaben.

(Carsten Ehlers, GTAI-Korrespondent für West- und Zentralafrika)

Kernbranchen

Für Guinea lassen sich folgende Kernbranchen identifizieren:

BauwirtschaftInvestitionen in den Bergbau ziehen Infrastrukturprojekte wie Straßen, Eisenbahnen und Häfen nach sich. Steigende Einkommen geben auch dem Wohnungsbau Schwung.
BergbauDie großen Bauxitprojekte geben den Ton an. Die Produktion hat sich zwischen 2016 und 2018 auf 60 Millionen Tonnen verdreifacht.
EnergiewirtschaftVor allem Wasserkraftwerke vergrößern die Kapazitäten zur Stromerzeugung, finanziert und gebaut von chinesischen Unternehmen. Chancen bei Solarenergie für die Industrie und Hotels.
Kfz-MarktIn den Bergwerken und für den Infrastrukturbau werden in großer Zahl Lkw benötigt. Die Nachfrage nach Pkw ist aufgrund der kleinen Oberschicht jedoch gering.
MetallindustrieMittelfristig Möglichkeiten in der Aufbereitung der mineralischen Rohstoffe. Aluminiumwerk Friguia von Rusal 2018 instandgesetzt.
NahrungsmittelmarktEin formaler Einzelhandel entsteht in der Hauptstadt Conakry. Rund 90 Prozent der Nahrungsmittel müssen importiert werden.
UmwelttechnikInvestitionen bisher vor allem in die Wasserversorgung. Riesiger Nachholbedarf in den Bereichen Abfall und Abwasser sowie im Umfeld der Minenprojekte.

Der Branchencheck-Guinea enthält weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Links zu ausführlichen Branchenberichten. Der Auskunftsservice von GTAI hilft weiter bei speziellen Fragen zu Ihrem Zielmarkt. Ihre Frage an uns.

SWOT-Analyse: Guinea

Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken Guineas als Wirtschaftsstandort: Eine Orientierungshilfe.

S (Strengths | Stärken)

  • Relative politische Stabilität
  • Große Vorkommen an Rohstoffen: Bauxit, Eisenerz
  • Wachsende und konsumfreudige Mittelschicht, vor allem in Conakry

W (Weaknesses | Schwächen)

  • Schlechte Transportinfrastruktur behindert Bergbau und Landwirtschaft
  • Korruption und Vetternwirtschaft prägen das Wirtschaftsleben
  • Relativ kleiner Konsummarkt mit 13,3 Millionen Einwohnern und geringem Pro-Kopf-Einkommen

O (Opportunities | Chancen)

  • Hohe Investitionen im Bergbau sorgen für Bedarf an entsprechender Technik
  • Für Infrastrukturprojekte werden Beratungsdienstleistungen sowie Maschinen und Ausrüstungen benötigt
  • Lieferung von Nahrungsmitteln

T (Threats | Risiken)

  • Währungsrisiko durch schwache Landeswährung
  • Starke Abhängigkeit vom Rohstoffexport
  • Wenig nachhaltige Investitionen durch schnelles Wachstumstempo

Marktzugang: Guinea

Informationen zum Wirtschaftsrecht sowie zu Zoll- und Einfuhrregelungen in Guinea finden Sie in der Datenbank von Germany Trade and Invest.

Ausschreibungen | Projekte | Initiativen

Ausschreibungen

Ausschreibungen aus geberfinanzierten Projekten

In Guinea sind eine Vielzahl bilateraler und multilateraler Geber aktiv. Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und andere stellen Finanzierung für Projekte der öffentlichen Hand bereit. Aus geberfinanzierten Vorhaben resultieren viele Aufträge, die ab gewissen Schwellenwerten international ausgeschrieben werden. Dies sind in erster Linie Tender für den Einkauf von Consultingleistungen, aber auch für Liefer- und Bauleistungen.

Projektfrühinformationen Guinea (GTAI-Datenbank)

Aktuelle Ausschreibungsmeldungen Guinea (GTAI-Datenbank)

Geschäftskontakte